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BPOLAST Diez? Noch ist die Bezeichnung recht unbekannt, das wird sich jedoch bald ändern. Die Bundespolizeiausbildungsstätte in der Freiherr-vom-Stein-Kaserne wird am 1. September ihren Ausbildungsbetrieb starten, am 8. September ist die feierliche Schlüsselübergabe vorgesehen. Wenn die Ausbildungsstätte der Bundespolizei voll in Betrieb ist, werden dort rund 800 Frauen und Männer beschäftigt sein.

Für den Limburger Bürgermeister Dr. Marius Hahn gab es einen Aufsteller mit Wappen der neuen Einrichtung, René Kexel als Leiter des Vorbereitungsteams erhielt beim Antrittsbesuch ein Bild mit dem sommerlichen Limburg als Motiv.

Derzeit laufen die Vorbereitungen auf Hochtouren. René Kexel ist Polizeioberrat und Leiter des Vorbereitungsteams, das den Wandel des ehemaligen Bundeswehrstandorts zur neuen Ausbildungsstätte begleitet. Dem Limburger Bürgermeister Dr. Marius Hahn galt nach dem Bürgermeister in Diez der zweite Antrittsbesuch in der Region. Die künftige Polizeischule liegt in unmittelbarer Nähe zur Grenze nach Limburg. Die Ausbildungsstätte beziehungsweise deren junge Frauen und Männer werden sicherlich auch im Stadtbild von Limburg auffallen.

„Die Ausbildungsstätte ist auch für Limburg ein Gewinn“, zeigt sich Bürgermeister Hahn überzeugt. Und im Gespräch mit Kexel bot er nicht nur an, den jungen Polizisten freie Fahrt in der Limburger Stadtlinie zu gewähren, wenn sie in Uniform unterwegs sind, sondern sie seien auch im Parkbad zu besonderen Konditionen willkommen. Wenn sich der Polizeinachwuchs in Uniform in der Stadt zeige, dann sei das durchaus von Vorteil und stärke das Sicherheitsgefühl in der Stadt.

Dass sich Bereiche der Limburger Innenstadt als Übungsflächen eignen, daran hegt auch Kexel keinen Zweifel. Die Bundespolizei habe zum Beispiel auch die Verantwortung für die Bahnhöfe. Und der Limburger Bahnhof sei der Größte in der Umgebung. Dort werde es also durchaus Präsenzmöglichkeiten und praktische Übungsmöglichkeiten geben. Im ersten Jahr allerdings nur sehr wenig, denn im ersten Ausbildungsjahr stehe doch eindeutig die Theorie im Vordergrund. Auf längere Sicht sieht Kexel alle Bereiche, die zu Fuß vom Standort Freiherr-vom-Stein-Kaserne zu erreichen seien, als mögliche Praxisstätten an.

Standort mit 800 Personen

Rund 500 junge Frauen und Männer sollen dort einmal ihre Ausbildung erhalten, die über zweieinhalb Jahre läuft. Das muss erst aufgebaut werden, doch der Termin für den Start steht, am 1. September beginnt die Ausbildung. Im Vollbetrieb werden sich mit Schülerinnen und Schülern, deren Lehrkräften sowie weiteren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die den Schulungsbetrieb am Laufen halten, rund 800 Personen auf dem Areal befinden. Das hat auch Auswirkungen zum Beispiel auf den Wohnungsmarkt, denn ein Teil des „Rahmenpersonals“ wird neu in die Region kommen und Wohnungen benötigen.

Die Polizeischülerinnen und -schüler werden auf dem Areal der ehemaligen Bundeswehrkaserne untergebracht. Sie sind jeweils zu zweit auf einem Zimmer. Nach Angaben von Kexel wird es sich dabei um Frauen und Männer im Alter zwischen 16 und 25 Jahren handeln, in wenigen Ausnahmen auch einige Ältere. „Wir erwarten auch privat ein tadelloses Auftreten von unseren Leuten“, gibt Kexel eine klare Linie und Erwartungshaltung vor.

Auch wenn die Zeit während der Ausbildung begrenzt ist, sei eine Einbindung in die Region wichtig. Dabei gehe es auch um Freizeitgestaltung. Und wenn im Anschluss an die Ausbildung der Frankfurter Flughafen zum Einsatz- beziehungsweise Verwendungsort werde, entwickele sich aus dem befristeten Aufenthalt in der Region möglicherweise ein dauerhafter Lebensmittelpunkt. Die Voraussetzungen mit guten Verkehrsverbindungen sind nach Einschätzung von Kexel auf jeden Fall gegeben. Das sei übrigens auch ein Kriterium gewesen, das bei der Standortwahl für das Bundespolizeiausbildungszentrum eine wichtige Rolle gespielt habe.

Am Freitag, 27. Oktober, wird es auf dem Marktplatz in Diez die erste Vereidigung der neuen Polizeischüler geben. Bürgermeister Hahn regte in dem Gespräch mit Kexel an, bei künftigen Vereidigungen auch Limburg als Standort zu berücksichtigen.