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Zwei Prototypen an Hinweisschildern befinden sich in der Altstadt, am Dom und am Katzenturm. An ihnen orientiert sich das künftige Leitsystem für die Innen- und Altstadt.

Der Magistrat hat dem von der Verwaltung vorgeschlagenen Leitsystem für die Innen- und Altstadt zugestimmt, nun geht der Vorschlag in die parlamentarische Runde. Den Auftakt der Beratung machte dabei der Ortsbeirat. Entsprechend der Prototypen am Dom und Katzenturm sollen die Informationen für die Besucher der Alt- und der Innenstadt auf ein 60 x 200 Zentimeter großes Glaselement aus mehreren Platten und einer bedruckten Folie präsentiert werden. Befestigt wird alles an einer Stahlsäule, die in ihrer rostroten Gestaltung die Farbe der bereits bestehenden Stelen in der Innenstadt aufnimmt.

An Informationen gibt es jeweils eine Darstellung der Altstadt erweitert um den Bereich bis zum Bahnhof. Aufgeführt werden auf dem Wegweiser verschiedene Ziele und deren Entfernung vom Standort. Über 20 Standorte soll es verteilt auf die Alt- und Innenstadt geben. Im Ortsbeirat machte Bürgermeister Dr. Marius Hahn deutlich, dass es sich um Vorschlag handelt, der nun diskutiert werden müsse.

Klar ist, es wird noch einen zweiten Beratungsgang geben und vom Ortsbeirat wird auch ein gemeinsamer Ortstermin mit dem Ausschuss für Stadtentwicklung, dort steht das Leitsystem noch auf der Tagesordnung, gewünscht. Es gilt dabei die verschiedenen vorgesehenen Standorte in Augenschein zu nehmen und sich der Wirkung der Informationstafeln zu vergewissern.

Grundsätzliche Zustimmung signalisierten im Ortsbeirat CDU, SPD und Grüne, allerdings gibt es auch noch einige Wünsche, die vor der Umsetzung beachtet werden sollen. So gab es Kritik an der sehr intensiv wirkenden weißen Hintergrundfarbe der Tafeln. Dazu soll nun eine entsprechende Vorschrift über „Kontraste im öffentlichen Raum“ zu Rate gezogen werden, um Menschen mit verminderter Sehkraft die Nutzung der Tafeln zu ermöglichen und gegebenenfalls die Intensität der Farbe etwas zurücknehmen zu können. Drei-D-Modelle sollen an bestimmten Standorten sehbehinderten Menschen die Orientierung ermöglichen.

Der bestehende Prototyp am Dom. Die Diskussion in den Gremien der Stadt um die konkreten Vorschläge der Verwaltung startete nach einem positiven Votum des Magistrats nun im Ortsbeirat.

Gewünscht wird zudem, mit Piktogrammen auf alternative Wegführungen für Menschen mit Behinderungen hinzuweisen. Piktogramme sollen noch weitere Informationen liefern, zum Beispiel auf Einkaufsmöglichkeiten .Weitere Vorschläge gibt es noch zur konkreten Gestaltung der Informationstafeln. Richtige Pfeile anstatt der vorhandenen Dreiecke als richtungsweisende Elemente, nummerierte Ziele, etwas weniger bunte Flächigkeit und ein kleineres Limburg-Logo sind weitere Gestaltungswünsche. Zudem sollte über einige vorgesehene Standorte für die Info-Tafeln wie auf der Plötze, dem Fischmarkt oder auch vor der Erbach noch einmal nachgedacht werden. Klar müsse auch sein, dass die Tafeln möglichst gut gegen Vandalismus geschützt seien.

Ein touristisches Fußgängerleitsystem war von der Stadtverordnetenversammlung im Jahr 2010 beschlossen worden. Dazu wurde ein Arbeitskreis ins Leben gerufen, der Standorte und Konzept erarbeiten sollte. 2015 wurden dann zwei Prototypen aufgestellt. Dazu kamen dann Anregungen aus der Bevölkerung mit weiteren Standortvorschlägen und die Erweiterung bis zur Schiede mit der WERKStadt.

Klar formuliertes Ziel im Ortsbeirat und von Bürgermeister Hahn: Es soll nun zügig eine Entscheidung getroffen werden und eine Umsetzung möglichst in diesem Jahr geben.