Hilfsnavigation

Sprache
Logo Stadt Limburg an der Lahn
  • Headerfoto Startseite 2
  • Headerfoto Startseite 3

Bis zum 20. April gibt es die Möglichkeit, Einwendungen, Bedenken und Anregungen zum Entwurf des Luftreinhalteplans für die Stadt Limburg abzugeben. Der Plan wurde Anfang März veröffentlicht.

Am Dienstag, 11. April, fand deshalb im Pater-Richard-Henkes-Saal der Pallottiner-Kirche eine Informationsveranstaltung des Magistrats zum Luftreinhalteplan statt.

Mit dem neuen Verkehrsleitrechner sollen die Ampelschaltungen optimiert werden, damit die Autos weniger Zeit vor roten Ampeln verbingen. Der Verkehrsleitrechner gehört zu den Maßnahmen innerhalb des Luftreinhalteplans.

Mit seinen Stickstoffdioxidbelastungen schafft es Limburg in der Rangliste deutschlandweit unter die ersten 15, die Belastung mit NO2- liegt erheblich über dem zulässigen Grenzwert: Um diesen einzuhalten, ist nach dem Entwurf des Luftreinhalteplans eine Reduzierung um ein Drittel bzw. um etwa 20 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft notwendig. Ziel des Luftreinhalteplans ist es, die Anlieger in den betroffenen Straßen zu schützen.

Der Luftreinhalteplan sieht unter anderem die Ausweisung der Umweltzone vor, dann dürfen nur noch Autos mit einer grünen Plakette in die Stadt. Betroffen davon ist nur die Kernstadt, nicht die einzelnen Stadtteile. Und selbst in der Kernstadt gibt es noch Bereiche, die nicht zur Umweltzone zählen. Verbesserungen soll auch ein Verkehrsleitrechner bringen, der in diesem Jahr die Steuerung der Ampelanlagen in der Innenstadt übernehmen soll. Dadurch soll das Verkehrsgeschehen in der Stadt flüssiger ablaufen, die Standzeiten vor roten Ampeln sollen sich reduzieren.

Den Anteil des Radverkehrs in der Stadt erhöhen, die Verbindungen des öffentlichen Personenverkehrs innerhalb der Stadt zu verbessern, mit Energie- und Klimaschutzberatung den Schadstoffausstoß in der Innenstadt zu senken, all dies findet schon statt und soll auch fortgesetzt werden. Doch bisher hat dies alles nicht dazu geführt, die Belastung mit Stickstoffdioxid in der Innenstadt entscheidend zu reduzieren. Und klar ist auch: In Limburg ist es vor allem der Verkehr, der dafür verantwortlich ist.

Umstrittene Lkw-Umfahrung

Zu den Vorschlägen des Luftreinhalteplans gehört auch, durchfahrende Lastwagen aus der Stadt herauszuhalten. Allerdings soll der Schwerverkehr dann auf verschiedenen Straßen um die Innenstadt herumgeleitet werden, da keine Umgehung zur Verfügung steht. Gegen diese Umfahrungsstrecke haben Bürgermeister Dr. Marius Hahn und der Erste Stadtrat Michael Stanke schon deutlichen Widerstand angekündigt, denn mindestens 700 bis 750 Lastwagen zusätzlich durch Wohngebiete mit vielen Stopps und teilweise schwierigen Verhältnissen zu lenken, mache keinen Sinn.

Bürgermeister Dr. Hahn und der Erste Stadtrat Michael Stanke verdeutlichten die Position der Stadt, Dr. Marita Mang vom Hessischen Ministerium für Umweltschutz, Klima, Landwirtschaft und Verbraucherschutz informierte über den Sachstand und das Zustandekommen der ersten Fortschreibung des Luftreinhalteplans und dessen Vorschläge, damit die Luft in Limburg besser wird.

Im Anschluss gab es Zeit für eine Diskussion mit den rund 100 anwesenden Bürgern, die ihre Bedenken und Vorschläge vorbringen konnten.

Bis 20. April

Die Veranstaltung ging auf einen einstimmigen Beschluss der Limburger Stadtverordnetenversammlung zurück. Dort hatte die Fraktion Die Linke in einem Dringlichkeitsantrag eine Informationsveranstaltung zum Entwurf des Luftreinhalteplans gefordert, um unter anderem dessen Auswirkungen auf Anlieger zu erörtern.

Anregungen zum Entwurf des Luftreinhalteplan können schriftlich noch bis zum 20. April an folgende Adresse gerichtet werden:

Hessisches Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz
Abteilung II
Mainzer Straße 80
65189 Wiesbaden.