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Das Familienzentrum Müze ist in Limburg längst eine Institution, nun wartet die Einrichtung mit einer Neuerung auf. Das Müze ist nun auch ein Mehrgenerationenhaus.

Freuen sich über das Mehrgenerationenhaus in Limburg (v.l.): Martin Rabanus, Bürgermeister Dr. Marius Hahn, Geschäftsführerin Christiane Liebendörfer, Vorsitzende Bettina Demleitner, ihre Stellvertreterin Birgitt Bückel, Klaus-Peter Willsch, Helmut Peußer und Erster Stadtrat Michael Stanke.

Angebote, die Jung und Alt unter einem Dach zusammenführen, gibt es natürlich schon in der Einrichtung in der Hospitalstraße. Die generationenübergreifende Arbeit soll jetzt unter dem Gesichtspunkt des demografischen Wandels in enger Kooperation mit der Stadt weiter vorangetrieben werden, machte die Vorsitzende Bettina Demleitner zur Auftaktveranstaltung Mehrgenerationenhaus deutlich. Dies geschieht mit Anerkennung und Förderung des Bundes, denn das Müze ist in das Aktionsprogramm Mehrgenerationenhaus aufgenommen worden. Das bedeutet auch eine spürbare finanzielle Unterstützung in den kommenden vier Jahren, 40.000 Euro pro Jahr gibt es. Jeweils 30.000 Euro kommen vom Bund, die Stadt unterstützt pro Jahr mit 10.000 Euro.

Selbstbestimmtes Leben im hohen Alter, welche Unterstützung dabei notwendig ist, soll ein noch zu gründendes Netzwerk ermitteln. Alle Akteure, die mit älteren Bürgern arbeiten, an einen Tisch zu bringen und die Kooperation untereinander zu fördern, das ist das erste Ziel. Daraus sollen dann neue Projekte und Initiativen entwickelt werden.

Offene Türen

„Wir haben mit unserem Vorhaben offene Türen bei der Stadt eingerannt“, sagte Geschäftsführerin Christiane Liebendörfer. Das bestätigte auch Bürgermeister Dr. Marius Hahn, der sich auch im Namen des Ersten Stadtrats Michael Stanke dankbar dafür zeigte, dass das Müze das Heft in die Hand genommen hat und nun mit einem Mehrgenerationenhaus in der größten Kommune des Landkreises aufwartet. Ein Angebot, für das es nach Einschätzung Hahns in Limburg auf jeden Fall Bedarf gibt.

Zum Auftakt waren auch die Bundestagsabgeordneten Klaus-Peter Willsch und Martin Rabanus ins Müze gekommen. 550 Häuser werden in Deutschland aktuell durch das Bundesprogramm unterstützt, im Landkreis gibt es bereits seit mehreren Jahren das Mehrgenerationenhaus in Löhnberg, neu in das Programm aufgenommen wurde auch das Mehrgenerationenhaus im Kulturhaus Kreml in Zollhaus. Menschen erreichen, die Berührungsängste haben, sich nicht zugehörig fühlen, das sei Ziel solcher Häuser, unterstrich Willsch. All das Tun dieser Einrichtung diene dem Ziel, Bürgerbeteiligung zu stärken und den Zusammenhalt der Menschen in den Städten und Gemeinden zu stärken.

Rückhalt durch die Stadt

Die Aufnahme des Familienzentrums Müze in das Bundesprogramm hat viel mit dem Rückhalt durch die Stadt zu tun, machte Martin Rabanus deutlich. Die Politik in Berlin habe ihre Arbeit gemacht und dafür gesorgt, dass das Programm zur Förderung weiter fortgesetzt wird. Und er komme gerne wieder, um die Arbeit anzuerkennen und sich für eine weitere Förderung einzusetzen.

Nach Angaben von Christiane Liebendörfer ist das Geld gut angelegt, denn was das Familienzentrum anbiete, sei eine präventive Arbeit. Dabei sei nicht in Euro und Cent zu belegen, was da „erwirtschaftet“ werde, sondern es gelte den gesellschaftlichen Mehrwert zu ermitteln, der durch das Müze geschaffen wird.

Von einem sich gut entwickelten Angebot sprach auch Helmut Peuser als Kreisbeigeordneter. Es sei wichtig, Räume und Begegnungsstätten zu schaffen, die einen generationenübergreifenden Austausch ermöglichten. Peuser wünschte allen, die das Mehrgenerationenhaus nutzen, zwanglose Gespräche- möglichst ohne Smartphone und Handy.

Angebote

Unter dem Aspekt Mehrgenerationenhaus bietet das Müze aktuell das offene Wohnzimmer als Ort des Erfahrungsaustauschs an, wobei es auch Aktionen oder Schwerpunkte (zusammen kochen) gibt oder das Angebot mit einem Mittagstisch oder Frühstück verbunden ist. Zum Angebot gehört auch der Treff 50+, das Spiel-Café jeden zweiten Dienstag im Monat, das Repair-Café oder noch weitere Veranstaltungen.