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Die Grundstückseigentümer waren eingeladen worden, um über das Betretungsrecht und die damit verbundenen Folgen durch die beteiligten Behörden informiert zu werden. Doch das war nicht das Thema. Die Eigentümer und damit die Anlieger interessierte vielmehr, welche Auswirkungen der Neubau der Lichfield-Brücke für sie haben wird.

Die Lichfield-Brücke dient seit 1968 dem Verkehr und muss nun durch einen Neubau ersetzt werden.

„Bei der letzten Sanierung haben wir ganz viel Schmutz und Staub abbekommen und es war unendlich laut“, klagte eine Anwohnerin, deren Haus sich nur wenige Meter von der Lichfield-Brücke befindet. Nach welchem Verfahren die alte Brücke abgerissen wird und wie die neue Brücke genau gebaut wird, das ist noch nicht bekannt, die konkreten Planungen werden erst in etwa einem Jahr beginnen, machten in Saal der alten Turnhalle Annett Nusch von Hessen Mobil und ihre Mitarbeiter Thomas Damm und Sebastian Lauer deutlich.

In die alte Turnhalle waren Eigentümer von Grundstücken eingeladen worden, die sich in direkter Nähe der Lichfield-Brücke beziehungsweise der Brückenzufahrten befinden. Möglicherweise müssen Grundstücke für Vermessungen in den kommenden Wochen betreten werden, darauf wies Dr. Yvonne Binard-Kühnel von der Hessischen Landgesellschaft hin, die zu der Informationsveranstaltung eingeladen hatte. Neben den Vermessungsarbeiten stehen derzeit auch schon faunistische Untersuchungen an, dabei geht es darum, die im Umfeld der Brücke lebende Tier- und Pflanzenwelt zu erfassen.

Angst vor Auswirkungen

„Es ist ein Projekt mit Vorlauf, es werden in den nächsten Tagen keine Bagger anrollen“, machte der Erste Stadtrat Michael Stanke zur Begrüßung deutlich. Vor drei Wochen sind von der Stadt mit den beteiligten Behörden die ersten konkreten Vorgespräche geführt worden. „Ich bin überrascht vom Umfang der notwendigen Untersuchungen und Vorarbeiten“, sagte Stanke. Bis zum Bau werden noch einige Jahre vergehen, angepeilt ist ein Start im Jahr 2022.

Auch wenn es also noch dauert bis zum Bau und Abriss, die genauen Planungen noch nicht vorliegen, das Interesse der Grundstückseigentümer und Anlieger lag eindeutig auf den Auswirkungen und Belastungen, die mit den Arbeiten verbunden sein werden. „Die Belange der Anwohner, vor Lärm und Schmutz geschützt zu werden, nehmen wir mit“, versprachen die Behördenvertreter/innen.

Vorschlag: Tunnel verlängern

Gerechnet wird mit einer Bauzeit von vier Jahren. Zwei Jahre für Abriss und Neubau in jede Fahrrichtung. Die Brücke besteht nach Angaben der Vertreter von Hessen Mobil aus vier Baukörpern, neben den Richtungsfahrbahnen jeweils noch Rampen für Fußgänger und Radler. Das 375 Meter lange Brückenbauwerk, seit 1968 in Betrieb, war schon mehrmals saniert worden, erstmals 1981 und letztmalig in den Jahren 2012/13. Diese Sanierung habe lediglich noch einer Ertüchtigung für einen sehr überschaubaren Zeitraum zum Ziel gehabt, da nach der statischen Untersuchung 2010/11 und der daraus folgenden Wirtschaftlichkeitsberechnung die Signale für einen Neubau gestellt wurden. Nach der Untersuchung 2010/11 wurde die Brücke für Schwertransport von mehr als 44 Tonnen gesperrt.

In der Versammlung der Grundstückseigentümer wurden auch Zweifel daran geäußert, dass die Brücke ersetzt werden muss, es gab Forderungen nach einem umfassenden Verkehrskonzept und es gab den Vorschlag, den Schiedetunnel doch bis kurz vor die Brücke zu verlängern, um die Verkehrsbelastung und damit auch die Schadstoffbelastung im Bereich Schiede/Diezer Straße zu reduzieren. Ob der Vorschlag Chancen auf eine Verwirklichung hat, will der Erste Stadtrat Michael Stanke klären.

Vermessungsarbeiten

Anfang April wird es durch Vermessungsarbeiten zu Einschränkungen auf der Lichfield-Brücke kommen. Am 3. April beginnen die Arbeiten. Auf der stadteinwärts führenden Spur sollen die Arbeiten jeweils erst ab 9 Uhr beginnen, auf der stadtauswärts führenden Spur jeweils bis 15 Uhr beendet sein, so dass in den Hauptverkehrszeiten keine Vermessungsarbeiten stattfinden.