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Etwas fürs Herz: Prinz Torsten II. überreicht im 25. Ehejahr Blumen an seine Frau Dagmar und erneuert seine Eheversprechen auf der Bühne im Kolpinghaus.

Wenn Blaue Funker und Rauchclub gemeinsam Fastnacht feiern, Vertreter der Städte Limburg, Hadamar und Diez auf der Bühne dem Prinzen huldigen, das mit Lachen und Schunkeln begleitet wird, dann ist Rosenmontagsempfang. Diesmal war er im Kolpinghaus, in dem Bürgermeister Dr. Marius Hahn und Ulrich Vogelrieder als Vorsitzender des Rings Limburger Carneval die närrischen Gäste begrüßten und Prinz Torsten II. mit seinem Gefolge willkommen hießen.

„Selbst die Luftballons im Kolpingshaus halten es vor Freude nicht mehr aus“, reimte Moderator Peter Meurer, der sich zusammen mit Manfred Thomé die Aufgabe teilte, mal frei heraus, als die ersten Luftballons sich laut platzend aus der Deko verabschiedeten. Das muss an der Stimmung gelegen haben, die hatte es in sich. Aber bei dem Programm auf der Bühne war es auch kein Wunder, dass der närrische Funke schnell übersprang.

„Fühlt Euch frei, seid lustig dabei“, begrüßte der Bürgermeister selbstbewusst die Gäste. Er hatte der laufenden Kampagne ja auch einiges an Munition geboten. Fuchs, Gans und was sonst noch dazugehört, durften natürlich auch im Kolpinghaus nicht fehlen. Und nachdem Landrat Manfred Michel in echtem Elzer Hochdeutsch deutlich gemacht hatte, dass er als Elzer nicht in der Limburger Bütt zu stehen hat, es aber nun doch der Fall ist, erkannte er neidlos die Limburger Medienpräsenz an: „Der Tebartz ist weg, der Fuchs im Stall, über Limburg schwätzt man überall.“

Faschingsfreie Zone

Es gibt etwas zu lachen: Prinz Torsten II. und Bürgermeister Dr. Marius Hahn beim Rosenmontagsempfang der Stadt Limburg und des Rings Limburger Carneval im Kolpinghaus.

Ulrich Vogelrieder lobte die Aktiven der Limburger Fastnacht, die wieder für tolle Stunden gesorgt hätten. Anregungen gab es auch aus der Nachbarstadt Hadamar. Deren Bürgermeister Michael Ruoff, der Fastnacht stets eng verbunden, appellierte an alle im Saal, doch die närrische Tradition hoch zu halten und deshalb stets Narren statt Jecken, Fastnacht oder Fassenacht statt Fasching und Kampagne statt Session zu sagen. Er lud auf jeden Fall zur faschingsfreien Zone nach Hadamar ein, wo am 11.11 die neue Saison im Dreierbund gestartet wird.

Natürlich gab es nicht nur wichtige Worte von noch wichtigeren Personen des Zeitgeschehens, nein, auf den Limburger Brettern des Kolpinghauses ging es auch zur Sache. Zum Beispiel bei den tollen und temperamentvollen Auftritten des Funkenmariechens Clara Klose (Blaue Funker) und des Tanzmariechens Jessica Hies (Rauchclub), stimmgewaltig eroberte Samira Schönborn den Saal während der Damenelferrat der Blauen Funker mit ihrem Westerntanz in Zeiten entführte, als es noch einfach in der närrischen Welt zuging und sie sich aufteilte in Cowboys und Indianer.

Brett vorm Kopp

Der Damenelferrat der Blauen Funker zeigte beim Westerntanz, wie einfach es geht: Einfach nur trennen in Cowboys und Indianer.

„Trotz vill Gemecker uff de Gass, Limburch Helau – wir schaffe das“ ist das Motto der diesjährigen Kampagne und stand natürlich auch als Motiv über dem Rosenmontagsempfang. Der „Wäschmann“ Dr. Klaus Wolf (Rauchclub) wusste viel zu verzählen, ließ alte Limburger Adressen wiederaufleben und schaffte es schließlich mit Kernseife und Seifenflocken zu Präsident Trump über den großen Teich. Der „Wäschmann“ durchschaute das Treiben des mächtigen Mannes sofort: „Alternative Fakten heißt auf Platt: Brett vorm Kopp“.

Sascha Klose und Mario Hecht als „Büschies“ (Blaue Funker) brauchen dagegen keine Worte, sie spielen, zeigen was sie fühlen, denken, gerne hätten. Peter Müller als Butler ließ teilhaben an seiner steilen Karriere, als er nach vielen gescheiterten Ausflügen in unzählige Berufe den Job als Butler aufgrund ausgezeichneter Referenzen bei einer schon etwas mehr als reifen Dame mit blauem Blut ergattert. Und in der nächsten närrischen Saison, davon ist er überzeugt, wird er selbst vom Butler bedient.

Mehr als nur eine Kampagne

Sprichwörtlich von den Sitzen riss Mike Lukas (Staffeler Carnevalsclub), der als verrückter Professor in der Bütt stand und davon überzeugen wollte, was es so an Lügen über die Pharmaindustrie in der Welt gibt. Mit grandioser Mimik spielte er den Prof., der ganz offensichtlich zu viele seiner Pillen, Spritzen, Tabletten und Zäpfchen selbst getestet hatte und mächtig unter den Nebenwirkungen litt – obwohl es die doch gar nicht gibt.

Und fürs Herz gab es dann auch noch was. Nachdem Prinz Torsten II. und sein Gefolge ihre Orden verteilt (an den Diezer Beigeordneten Edgar Groß und die Rathaus-Mitarbeiterinnen Verena Schmehl und Sylke Fuchs) und ihre Geschenke erhalten und alle Huldigungen entgegengenommen hatten, fiel der Prinz vor seiner wahren Frau Dagmar auf die Knie. Mit bunten Blumen, kurzerhand von der Stadt ausgeliehen, dankte er für 25 Ehejahre und versprach vor einem ganzen Saal an Zeugen weitere 25 Jahre in Liebe und inniger Verbundenheit.