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Die Bäume im Hang des Schafsbergs werden gekürzt. Sie ragen in die Flugschneise hinein. Eine luftrechtliche Genehmigung ist daher nicht möglich.

Im vergangenen Jahr um diese Zeit gab es in Limburg eine heftige Diskussion um den Hubschrauberlandeplatz des Krankenhauses und dem damit verbundenen Fällen von Bäumen. Die hoch gewachsenen Bäume können einen sicheren An- und Abflug verhindern. Bis Ende März sollen die Arbeiten nun durchgeführt werden. Doch gefällt werden sollen Bäume nur in Ausnahmefällen, es geht vor allem darum, Bäume zu kürzen. Das Krankenhaus wartet noch auf eine Genehmigung.

Nach den ersten Plänen sollten 45 Bäume gefällt und weitere 30 gekürzt werden. Nach Angaben von Revierförsterin Nadine Ströbele werden in den kommenden Wochen jedoch nun Bäume in Ausnahmefällen ganz entfernt. Das sei bei ein paar dünnen Douglasien der Fall und bei einigen Nadelbäumen im Bestand. Bei ihnen kommen ein Kürzen nicht in Betracht, da die Bäume ihre grüne Spitze verlieren und diesen Eingriff nicht überstehen würden.

Bei den meisten Bäumen, die die Prozedur über sich ergehen lassen müssen, handelt es sich um Eichen. Nach Einschätzung der Revierförsterin werden sie das Kürzen, teilweise um bis zu sieben Meter, überstehen. Die entsprechenden Bäume sind alle vermessen worden und haben eine Markierung erhalten. In Plänen ist dann genau vermerkt, wie stark jeder einzelne Baum gekürzt werden muss.

In dieser Woche haben sich Vertreter der ausführenden Firma und der Limburger Stadtverwaltung die Bäume und das Areal noch einmal angeschaut. Das Krankenhaus wartet noch auf die Genehmigung der Arbeiten, die eigentlich bis zum 28. Februar ausgeführt sein müssen. Das Kürzen der Bäume ist mit einer Ausnahmegenehmigung bis Ende März möglich. Die Arbeiten, auch wenn auf das zunächst vorgesehene Fällen der Bäume verzichtet wird, führen zu einem stark veränderten Bild des Schafsbergs an dieser Stelle.

Die Diskussion hatte im vergangenen Jahr die Wogen hochschlagen lassen. Die luftrechtliche Genehmigung des Landesplatzes für Rettungshubschrauber am Krankenhaus ist an seiner jetzigen Stelle nur möglich, wenn die Bäume in den Flugschneisen zurückgenommen werden. Zunächst war dabei vorgesehen, 45 Bäume komplett zu fällen und 30 weitere Bäume zu kürzen. Die Stadtverordnetenversammlung hatte dann am 30. Mai vergangenen Jahres mit großer Mehrheit, es gab eine Gegenstimme, den Beschluss gefasst, wonach die Stadt als Wald- und Grundstückseigentümer nur einem tatsächlichen Rückschnitt der betroffenen Bäume zustimmt. Der Rückschnitt habe dabei unter der Zielsetzung stattzufinden, dass der Flugbetrieb für mindestens fünf Jahre gewährleistet ist.

Die Bäume, die gekürzt werden, haben alle eine Nummer erhalten. Auf einem Lageplan sind die an dem Baum vorzunehmenden Kürzungen vermerkt.

Gleichzeitig sprach die Versammlung die Empfehlung aus, wonach das Krankenhaus in einem Zeitraum von maximal fünf Jahren prüfen sollte, ob der Hubschrauberplatz nicht höher gelegt werden kann. Diese lasse sich zum Beispiel durch eine Aufstockung des Parkdecks oder ein Stahlgerüst erreichen.