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Ehrenbürger Bischof Kamphaus

Am 2. Februar wurde der Limburger Altbischof Franz Kamphaus 85 Jahre alt. Die Stadt Limburg gratulierte ihrem Ehrenbürger ganz herzlich zu seinem Geburtstag. „Franz Kamphaus hat als Limburger Bischof Akzente gesetzt. Er war und ist ein glaubwürdiger Verkünder des christlichen Glaubens“, würdigt der Limburger Bürgermeister Dr. Marius Hahn den Altbischof, der nach seiner Emeritierung vor zehn Jahren die Bischofsstadt verließ und nach Aulhausen bei Rüdesheim zog, um in der großen kirchlichen Einrichtung mit behinderten Menschen zu leben

In dem Jahr, in dem Kampfhaus 75 Jahre alt wurde und sein Bischofsamt abgab, wurde er zum Ehrenbürger der Stadt Limburg ernannt. Die Stadt würdigte damit das Wirken von Kamphaus, der fast 25 Jahre Bischof von Limburg war und dabei deutliche Zeichen setzte, vor allem wenn es um diejenigen ging, die am Rand der Gesellschaft leben. Franz von Limburg oder Franz von Aulhausen ist er in den Medien genannt worden, die Verbindung zu Franz von Assisi ist beabsichtigt und gewollt.

„Er ist immer auch ein guter Botschafter der Stadt gewesen“, macht Bürgermeister Hahn deutlich. Kamphaus hat die Stadt und ihre Bewohner auch ins Herz geschlossen. Den Blick auf den Dom werde er vermissen, sagte er bei seinem Abschied. Der Gang die steile Weilburger Straße hinab, der Weg über die alte Brücke und durch die Altstadt, dabei den Menschen, denen er begegnete, zugewandt und Zeit für einen freundlichen Gruß oder ein kurzes Gespräch, auch das hat ihn ausgezeichnet. Und wenn er ab und zu noch einmal im Dom ist, dann ist immer zu spüren, wie sehr die versammelte Gemeinde „ihren“ Bischof Franz würdigt, schätzt oder sogar verehrt.

Seit zehn Jahren ist er nun in der Einrichtung in Aulhausen zu Hause. Er ist nicht nur einer von ihnen geworden, er hat auch deutliche Impulse gegeben, die Geschichte des Hauses, lange Zeit eine Einrichtung des Bistums, mit Missbrauch und Misshandlungen der Schutzbefohlenen aufzuarbeiten. Auch wenn Kamphaus dem Alter Tribut leisten muss, er hält weiterhin regelmäßig Gottesdienste, besucht Bewohner im Haus, mit denen er auch jeden Mittag in der Caféteria, „einem wichtigen Kommunikationsort“, zusammen sitzt. Und natürlich liegt ihm das Bistum weiterhin am Herzen. Sein Kommentar zur aktuellen Lage fällt eindeutig aus: „Ich bin sehr froh, dass wir Bischof Georg haben“, stellt er fest: „Das ist eine große Freude für mich.“

Franz Kamphaus wurde am 2. Februar 1932 im westfälischen Lüdinghausen als jüngster Sohn einer Bauernfamilie geboren. Nach dem Abitur studierte er in Münster und München und empfing 1959 in Münster die Priesterweihe. In den folgenden Jahren war er Kaplan, Vikar und Religionslehrer in Münster und Ahaus. Seit 1964 war er für die Predigtausbildung des Bistums Münster verantwortlich und leitete ab 1971 das Referat Priesterfortbildung. 1972 wurde er zum Wissenschaftlichen Rat und Professor für Pastoraltheologie/Homiletik an der Universität Münster berufen und im folgenden Jahr zum Regens des Priesterseminars. 1982 wählte das Domkapitel ihn zum neuen Bischof von Limburg. Er war mehrere Jahre Vorsitzender der Kommission für das bischöfliche Hilfswerk Misereor und der Kommission Justitia et Pax. Von 1986 bis 1991 war er Jugendbischof. Von 1999 bis 2006 leitete er die Kommission „Weltkirche“ der Deutschen Bischofskonferenz.

Mehr zum Geburtstag des Altbischofs unter www.bistumlimburg.de.