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Limburg hat eine Wasserstofftankstelle. Sie wurde von Air Liquide im Rahmen des Clean Energy Partnership (CEP) im ICE errichtet. Am Donnertag ist die Fertigstellung der neuen öffentlichen H2­Tankstelle gefeiert worden, mit der der Ausbau der bundesweiten Wasserstoffinfrastruktur wieder einen wichtigen Schritt vorangekommen ist. Der Bau und Betrieb der Station an der Brüsseler Straße wird vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur mit über 800.000 Euro gefördert. Die H2­Station durchläuft derzeit letzte interne Tests; der Regelbetrieb wird in etwa sechs Wochen beginnen.

Antoine Mazas (Geschäftsführer Air Liquide Advanced Technologies), Bürgermeister Dr. Marius Hahn, Dr. Justus Brans (Hess. Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung), Thorsten Herbert (Nationale Organisation Wasserstoff-¬ und Brennstoffzellentechnologie) sowie Jean-Marc de Royere (Air Liquide Senior Vice President Sustainability) bei der symbolischen Betankung.

Mit den Standorten in Frankfurt-Höchst, Offenbach und Limburg verfügt Hessen nun über drei öffentliche Betankungsstationen für Wasserstoff. Die in unmittelbarer Nähe der Autobahn A3 gelegene neue Station in Limburg schließt den viel befahrenen Korridor zwischen den Metropolregionen Rhein-­Ruhr und Rhein­-Main. Bis 2018/19 sollen in Deutschland rund 100 Wasserstofftankstellen gebaut werden, um die Markteinführung von Brennstoffzellenfahrzeugen zu flankieren. Air Liquide wird in den kommenden Monaten in Baden-­Württemberg, Niedersachsen, Nordrhein­Westfalen und Rheinland-Pfalz weitere Wasserstoffttankstellen in Betrieb nehmen.

Die neue Air Liquide-Tankstelle in Limburg hat eine Tageskapazität von 200 kg Wasserstoff und kann täglich bis zu 40 Brennstoffzellenfahrzeuge betanken. Der Betankungsvorgang dauert lediglich drei bis fünf Minuten, die durchschnittliche Reichweite der betankten Fahrzeuge liegt bei 500 km.

Standort mit Zukunftstechnologien

Der Standort im Limburger ICE-Gebiet ist Teil des 2012 ins Leben gerufenen Ausbauplans, der das deutsche H2-Netz auf insgesamt 50 Standorte erweitern wird und vom Bund durch das NIP gefördert wird.

Die neue Wasserstofftankstelle befindet sich im Limburger ICE-Gebiet.

Für Dr. Justus Brans, Referent Energiepolitik, Erneuerbare Energien, Energietechnologien, Hessisches Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung, ist die Elektromobilität gerade im Zusammenhang mit der Sektorenkopplung ein zentraler Baustein der Energiewende. „Es werden sich unterschiedliche Technologiestrategien entwickeln und am Markt bewähren müssen. Der Wasserstoff-­ und Brennstoffzellentechnologie kann im Hinblick auf die Speicherfrage eine wichtige Rolle zukommen“, machte er deutlich. Insofern sei es für das Technologieland Hessen wichtig, dass diese Technologien hier in Hessen erprobt werden.

Limburgs Bürgermeister Dr. Marius Hahn zeigt sich erfreut über die Ansiedlung dieser Zukunftstechnologie in der Stadt: „Mit der Wasserstoff­Station von Air Liquide hat eine Technologie in Limburg Einzug gehalten hat, die in jedem Fall zukunftsweisend ist und unser Engagement zum vorausschauenden Denken verdeutlicht.“ Hahn lobte dabei auch die Rolle der Politik, die die Voraussetzungen zur Ansiedlung geschaffen habe. Die Entwicklung im ICE-Gebiet in Sachen Zukunftstechnologie ist damit noch nicht abgeschlossen, eine Schnellladestation für E-Fahrzeuge entsteht dort ebenfalls.

Eine Schlüsselrolle

„Die Reduktion des CO2-Fußabdrucks von Fahrzeugen ist unabdingbar, wenn es darum geht, unsere Städte sauberer und lebenswerter zu machen“, verdeutlichte Antoine Mazas, Managing Director Air Liquide Advanced Technologies GmbH: Dabei spiele der Wasserstoff eine Schlüsselrolle. Die Clean Energy Partnership ist Beispiel für eine erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen Industrie und Politik und Wegbereiter einer umfassenden Nutzung von Wasserstoffenergie in Deutschland.