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Limburg komplett unter einer weißen Schneedecke, das hat Seltenheitswert, kommt aber mal vor. Am Dienstag, 10. Januar, war es der Fall. Doch nach den Wetterprognosen ist der Zauber schnell wieder vorbei.

Walter Becker (Vordergrund) und sein Kollege Fedor Suraev befreien die Fläche vor einer Fußgängerampel von Eis und Schnee.

Geschlossene Schneedecke auf den Straßen der Stadt, da stellt sich nicht bei allen Freude ein. Das Chaos auf den Straßen rund um Limburg war am Dienstagmorgen entsprechend, ein quer stehender Lastwagen auf der Autobahnzufahrt Limburg-Nord in Richtung Frankfurt legte den Verkehr auf der B 49 lahm. Wer über die B8 nach Limburg wollte, brauchte ebenfalls viel Geduld.

Während die vielen Pendler noch den Weg nach Limburg suchten, hatten die Mitarbeiter des Bauhofs der Stadt schon ihre ersten Runden hinter sich. „Alle Fahrzeuge im Einsatz.“ Das galt seit den frühen Morgenstunden. Nach Angaben von Michael Menier, Abteilungsleiter des Bauhofs, waren fast 30 Mitarbeiter unterwegs, um die Straßen, Wege und Plätze von Schnee und Eis zu befreien.

Ständig neue Daten

Rund 200 Straßenkilometer sind von den Mitarbeitern des Betriebshofs zu räumen und zu streuen, das geht nur mit einem entsprechenden Fahrzeugeinsatz.

Das war nicht einfach, denn es schneite zunächst doch recht kräftig. Zwischen 4.30 und 5 Uhr hatte der Schnellfall begonnen, sagt Menier und verweist auf die Glättemeldeanlage in der Zeppelinstraße, die ständig Informationen liefert. Zum Beispiel darüber, dass gegen 3 Uhr die Fahrbahn feucht wurde. Leichter Regen kündigte also den Schnee an. Die Anlage informiert über Lufttemperatur und Fahrbahntemperatur, über den Zustand der Fahrbahn und darüber, wieviel Salz sich noch auf der Fahrbahn befindet. Alle zehn Minuten werden neue Daten zur Verfügung gestellt.

Zwei Lastwagen mit Räumschildern und Salzstreuanlagen, ein Unimog, ein Geräteträger sowie zwei Kommunaltraktoren der gleichen Bestückung sind in den frühen Morgenstunden im Betriebshof aufgebrochen, um die Straßen zu räumen. Rund 200 Kilometer an Straßen sind es, die zu betreuen sind. Dabei gehen die Mitarbeiter des Bauhofs nach einer klaren Prioritätenliste vor. Straßen, auf denen mit reichlich Verkehr zu rechnen ist, haben Vorrang.

Die Fahrzeuge verteilen Feuchtsalz auf den Fahrbahnen. Das hat sich bewährt, da dieses Salz haftet und nicht wegrollt. Dadurch ist der Verbrauch an Salz erheblich gesunken. Das gleiche Salz benutzen auch die Kolonnen, die zu Fuß unterwegs sind. Allerdings streuen sie das Salz trocken, ohne Feuchtigkeitszusatz.

Hoher Aufwand

Ein Blick mit Seltenheitswert: Limburg unter einer weißen Schneedecke.

Walter Becker und Fedor Suraev waren zum Beispiel gestern in der Innenstadt unterwegs. Ihre Aufgabe ist es, Wege und Plätze von Eis und Schnee zu befreien. Dazu gehört zum Beispiel auch, die sogenannten Aufstellplätze an Fußgängerampeln zu räumen. Während Walter Becker mit einem Schneeschieber zunächst Schnee und Eis zur Seite räumt, streut Fedor Suraev den Bereich anschließend mit Salz ab.

Ganz schön großer Aufwand. Und natürlich braucht es Zeit, all die Flächen und Straßen zu räumen. Die Kolonnen, die zu Fuß unterwegs sind, sind vor allem vor Liegenschaften der Stadt im Einsatz, die Stadt ist als Eigentümer ebenso in der Pflicht wie die privaten Hauseigentümer.

Bis 20 Uhr läuft die Räum- und Streupflicht für den Bauhof. Die Wetterprognose ließ zumindest einen entspannten Nachmittag erwarten. Nach der ständig aktualisierten Wetterprognose war gegen 14 Uhr der Übergang von Schneefall in Nieselregel zu erwarten. Und da der Schnee ohnehin schon recht feucht war, wäre dies das schnelle Ende für die weiße Pracht.