Hilfsnavigation

Sprache
Logo Stadt Limburg an der Lahn
  • Headerfoto Startseite 2
  • Headerfoto Startseite 3

Das französische Unternehmen OVH ist mit 250.000 Servern europäischer Marktführer und einer der führenden Anbieter von IT-Infrastrukturen. Das erste Rechenzentrum in Deutschland wird das Unternehmen in Limburg errichten. Ein entsprechendes Gebäude ist mit der ehemaligen Vereinsdruckerei angekauft, die vorbereitenden Arbeiten laufen und im April ist die Inbetriebnahme vorgesehen.

So wird es künftig in der ehemaligen Druckerei in Offheim aussehen: Ein Serverraum in einem bereits bestehenden Rechenzentrum von OVH. Foto: OVH

„Wir freuen uns natürlich sehr, dass OVH sein erstes Rechenzentrum in Deutschland in Limburg errichtet. Das ist eine gute Referenz für die Stadt“, sagt der Limburger Bürgermeister Dr. Marius Hahn. Zugleich ist er natürlich auch stolz darauf, dass die Stadt die erforderliche Infrastruktur stellen kann, die mit der Ansiedlung und dem Betrieb eines solchen Rechenzentrums verbunden ist. Der Bauantrag für die notwendige Umgestaltung des bestehenden Gebäudes ist gestellt, die ersten Teilbaugenehmigungen sind durch die Stadt erteilt.

In Limburg soll das erste Rechenzentrum des Unternehmens, das 1999 in Frankreich gegründet wurde, in Deutschland entstehen. Der europäische Marktführer im Cloud-Bereich will langfristig ein Rechenzentrum mit einer Fläche von 4000 Quadratmetern und bis zu 45000 Servern aufbauen. Zunächst ist die Einstellung von sechs Technikern am neuen Standort geplant. Nach und nach sollen nach Angaben des Unternehmens dann weitere Arbeitsplätze geschaffen werden. Über die Höhe der Investition in Limburg macht das Unternehmen keine Angaben.

Gute Voraussetzungen

„Wir freuen uns riesig, dass wir in diesem Jahr unser erstes eigenes Rechenzentrum in Deutschland in Betrieb nehmen werden“, sagt Peter Höhn, Direktor für Deutschland bei OVH. In Deutschland sei eine zunehmende Nachfrage nach einem deutschen Rechenzentrum zu vernehmen. Dies liege zum einen an der sehr guten wirtschaftlichen Ausgangslage in Deutschland, an den strengen Datenschutzvorschriften und an dem sehr zuverlässigen Stromnetz. Die Eröffnung des neuen Datacenters ist für Höhn ein wichtiger Baustein in der Expansionsstrategie von OVH.

Die ehemalige Druckerei und damit der neue Standort von OVH liegt in unmittelbarer Nähe zu einem Umspannwerk. Für OVH ein wahrer Glücksfall. Ein wichtiger Pluspunkt für Limburg ist die Nähe zu Frankfurt und dem dort befindlichen PoP, Point of Presence, einem Knotenpunkt, dem es dem Rechenzentrum in Limburg ermöglicht, direkte Glasfaserverbindungen nach Brüssel, Straßburg, Zürich, Paris, Amsterdam, London und Mailand in Anspruch zu nehmen.

Auf Expansionskurs

Das 1999 gegründete Unternehmen OVH ist seit 2006 in Deutschland präsent, Niederlassungssitz ist Saarbrücken. In Deutschland zählen nach Angaben des Unternehmens zahlreiche kleinere und mittlere Unternehmen zu den Kunden, aber auch Unternehmen mit Konzerngröße wie Villeroy & Boch. Um die Expansionspläne umzusetzen, im Oktober vergangenen Jahres war die Einrichtung von Rechenzentren in Australien, Singapur und Polen angekündigt worden, hat OVH durch eine Partnerschaft mit den Investment-Firmen KRR und TowerBrook Capital Partners eine Kapitalerhöhung in Höhe von 250 Millionen Euro erreicht. In den kommenden fünf Jahren will das Unternehmen Investitionen in Höhe von 1,5 Milliarden Euro verwirklichen. Neben dem Rechenzentrum in Limburg sowie in Australien, Singapur und Polen sind weitere Rechenzentren in den USA, Deutschland, Italien, Spanien, England und den Niederlangen geplant. Werden die Pläne umgesetzt, ist OVH mit 27 Rechenzentren in elf Ländern und auf drei Kontinenten vertreten.