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Das Ziel ist klar: Obdachlosen und wohnsitzlosen Menschen in Limburg soll geholfen werden. Auch wenn die Motive ehrenhaft sind, kann die Aktion selbst den gewünschten Hilfeeffekt verfehlen.

Reichlich Unterstützung und positive Reaktionen gab es für den Merenberger Dominik Ackermann und seine über facebook gestartete Aktion, um Obdachlosen in Limburg zu helfen. Der Hilferuf im sozialen Netzwerk führte am Dienstagabend zu einer Spontanaktion am Limburger Bahnhof. Auch Harry Fenzl als Leiter der Wohnungslosenhilfe im Walter-Adlhoch-Haus zollte den Motiven von Ackermann Respekt, warnte aber davor, dass Aktionen zwar gut gemeint, letztendlich aber auch gut geplant und mit dem Hilfesystem der Wohnungs- und Obdachlosenhilfe abgestimmt sein sollten.

Die Stadt Limburg und der Caritasverband mit dem Walter-Adlhoch-Haus seien in Fragen der Obdachlosenhilfe gut aufgestellt und kooperierten eng und wirkungsvoll miteinander. Bereits im September seien gemeinsam Maßnahmen zur Winterhilfe für Obdachlose abgesprochen und eingeleitet worden.

Mittlerweile gibt es zwei weitere facebook-Aktionen, die zu öffentlichen Sammlungen für Obdachlose aufrufen. Laut Harry Fenzl vom Walter-Adlhoch-Haus und Johannes Laubach, Pressesprecher der Stadt Limburg, könnten diese Aktionen ungewollt die Hilfen für Obdachlose eher behindern. Die facebook-Aktion vom Dienstag führte abends dazu, dass im Walter-Adlhoch-Haus keine Nachtruhe einkehrte, da ständig engagierte Menschen klingelten und Sachspenden abgeben wollten. Auch am Mittwoch stand das Telefon in der Einrichtung nicht mehr still.

Fenzl bat um Verständnis dafür, dass im Adlhoch-Haus keine Decken, Schlafsäcke oder Kleidung mehr entgegengenommen werden können. Die Einrichtung sei mit diesen Materialien gut ausgestattet und könne damit Bedürftige ausreichend versorgen. Weitere Materialspenden überforderten die Lager- und Logistikmöglichkeiten. Die gut gemeinten, aber vielen Anfragen beeinträchtigten den Arbeitsablauf. Fenzl dankte gleichzeitig für das große Engagement – auch im Namen von betroffenen Wohnungslosen.

Die Mitarbeiter/innen des Adlhoch-Hauses und der Stadt Limburg werden für Interessierte ein Informationsgespräch zum Thema Wohnungslosigkeit anbieten und in Kürze einen entsprechenden Termin und Ort dafür bekannt geben. Dann kann auch über angemessene Hilfe gesprochen werden.