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Franz-Josef Otto (Jobcenter) und der Erste Stadtrat Michael Stanke (von links) informieren sich über den von Mitarbeitern des Bauhofs, der Stadtgärtnerei sowie Flüchtlingen angelegten Waldlehrpfad auf dem Greifenberg.

Weihnachten ist ein christliches Fest, aber es sind auch Tage, die mit gutem und reichhaltigem Essen verbunden sind. Zum Ausgleich etwas Bewegung, das ist nicht schlecht. Dazu bietet sich in Limburg unter anderem der Greifenberg an. Und der wartet nun mit reichlich neuen Informationen auf, die es zu entdecken gilt.

Das Fleckchen Natur allen Nutzern und Besuchern des Greifenbergs ein Stückchen näher zu bringen, das ist Ziel der dort aufgestellten Schautafeln eines Waldlehrpfads. Die Stationen lauten unter anderem „Lebendiger Planet“ oder „Der Baum ein Raum“ oder Streuobstwiese. „Schön, dass es nun geklappt hat“, sagte der Erste Stadtrat Michael Stanke bei der Vorstellung. Die Schautafeln und die Suche nach einem geeigneten Standort benötigten doch etwas Zeit.

Dafür wurde es dazu genutzt, um drei Flüchtlingen erste Arbeitserfahrungen in ihrer neuen Heimat zu ermöglichen. Nach Angaben von Franz-Josef Otto vom Jobcenter Limburg-Weilburg ist das gemeinsame Arbeiten eine wichtige Stütze der Integration. Otto sagte der Stadt Danke für die Arbeitsmöglichkeiten und äußerte Interesse an weiteren Projekten, um Flüchtlingen Arbeitserfahrungen zu ermöglichen.

Nach Angaben von Klaus Kunz, Amtsleiter des städtischen Betriebshofs, sind für den Waldlehrpfad auf dem Greifenberg über 600 Arbeitsstunden absolviert worden. Dabei kam der Stadt durchaus zugute, dass einer der Flüchtlinge ausgebildeter Tischler ist. Wie Kunz sagte, erfordern solche Arbeitsprojekte allerdings auch Begleitung durch Mitarbeiter der Stadtgärtnerei und des Bauhofs.

Intensiver wahrnehmen

Die Schautafeln befinden sich jeweils zwischen zwei Holzpfählen. Ein wenig Beton ist für den sicheren Stand auch dabei. Nach Angaben von Matthias Beul, Abteilungsleiter der Stadtgärtnerei, sind die Schautafeln gezielt aufgestellt worden. Über das Leben im Steinhaufen wird informiert, wo sich ein solcher Haufen befindet und eine Schautafel zum Thema Alt- und Totholz gibt es dort, wo sich eben auch Alt- und Totholz befinden.

Natürlich gibt es auch Informationen über einheimische Laubbäume, über die Vögel des Waldes oder auch über ein Insektenhotel. Das System der Infotafeln, darauf weist Kunz hin, kann immer wieder ergänzt werden, es ist nicht abgeschlossen. Alle Tafeln lassen sich über einen gut begehbaren Rundweg erreichen.

„Die Tafeln sollen die Besucher dazu anleiten, ihre Umgebung intensiver wahrzunehmen“, sagt Monika Schiebel, im Rathaus für den Bereich Umweltschutz zuständig. Intensiver wahrnehmen, das heißt auch, Tiere und Pflanzen zu beobachten und sie zu erkennen. Das Naherholungsgebiet Greifenberg soll dadurch attraktiver werden, die regionale Identität durch das Kennenlernen der heimischen Flora und Fauna gefördert und die Lebensqualität dadurch verbessert werden, in dem der Lebensraum besser wahrgenommen wird.