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Wolle und Gack sind neue Nachbarn und ganz schön unterschiedlich. Das Stück über das, was uns fremd ist, wurde in deutscher Sprache aufgeführt und sofort ins arabische übersetzt.

Eier legen oder Wolle abgeben, das sind ganz unterschiedliche Lebensaufgaben für Huhn und Schaf, aber es kann auch zu einer Glaubensfrage werden, wenn sich Huhn und Schaf als Nachbarn plötzlich ganz nahe kommen. Was da alles passieren kann, haben fast 200 Besucher im kleinen Saal der Limburger Stadthalle erlebt.

Ein sehr gemischtes Publikum hatte sich dort auf Einladung des Amts für soziale Betreuung eingefunden. Nicht nur kleine und große, sondern auch junge und ältere Besucher und welche, die schon lange in Limburg leben und solche, die nach ihrer Flucht aus ihrem Heimatland erst einmal in der Domstadt ein neues zu Hause gefunden haben.

„Wolle und Gack“, eigentlich ein Theaterstück für Kinder ab vier Jahren, aber ein vom Musiktheater Lupe in Osnabrück angebotenes Stück in zwei Sprachen, Deutsch und Arabisch. Und deshalb nicht nur etwas für kleine Kinder, sondern auch für Schülerinnen und Schülern aus Intensivklassen, für Familien, Geflüchtete und deren ehrenamtliche Betreuer.

Und natürlich war auch das Thema generations- und nationalitätenübergreifend. Die Welt von Schaf Wolle gerät aus den Fugen, als es mit Gack, dem Huhn, eine neue Nachbarin bekommt. Das macht natürlich Unterschiede deutlich, denn ein Schaf frisst Gras, ein Huhn pickt Körner. Und wie das Anderssein zwischen Gack und Wolle Spannungen hervorruft, so führt das Fremde und Unbekannte auch zwischen den Religionen und den Kulturen zu Konflikten.

So wie sich die Schauspielerinnen des Themas annahmen, ist es lachend vom Publikum aufgenommen worden. Mit Humor ist eben vieles einfacher. Und natürlich trug das Publikum mit zum Geschehen auf der Bühne bei, zum Beispiel durch Tiergeräusche. Und ein Junge durfte sogar auf die Bühne, um dort die Rolle eines Postboten zu übernehmen.