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Die ersten winterlichen Runden haben die Mitarbeiter des Bauhofs schon absolviert. Schnee gab es zwar noch nicht, aber dafür waren die Straßen und Gehwege teilweise schon richtig glatt. Das hilft nur Streuen.

Schnell sind die Fahrzeuge des Betriebshofs zu Räum- und Streufahrzeugen umgerüstet. Achim Fachinger steht mit seinem Lastwagen auch im Winter für zahlreiche andere Aufgaben zur Verfügung.

Die Handgriffe sind nicht neu, der Umgang mit den Fahrzeugen, den Räumschildern und Salzstreugeräten durchaus geübt, die Salzlager gefüllt, aber vor jeder neuen Wintersaison und dem damit verbundenen Einsatz bei Eis und Schnee steht erst einmal Schulung für die Mitarbeiter des Bauhofs an. „Das muss sein, das ist eine Vorgabe der Unfallverhütung“, sagt Michael Menier, Abteilungsleiter des Bauhofs der Stadt und widmet sich wieder den über 60 Mitarbeitern des Bauhofs und der Stadtgärtnerei, die sich eingefunden haben. Der Einsatz von Maschinen, das richtige Verhalten beim Arbeitseinsatz unter winterlichen Bedingungen, all das gilt es zunächst einmal in der Theorie durchzusprechen. Und dann folgt noch der praktische Teil.

Achim Fachinger, Alexander Decker und Kevin Flauaus werden auch geschult. Ihre Fahrzeuge sind anschließend schnell für den Räumdienst hergerichtet. Räumschild dran, Auswerfer montieren, Aufbau mit Tank für Wasser und das Salz auf die Ladefläche, das geht heute alles viel schneller als früher. „Wir setzen die Fahrzeuge nach dem Räumen der Straße auch wieder für die normalen Aufgaben des Bauhofs ein. Das geht nur mit den kurzen Umrüstzeiten“, sagt Achim Fachinger.

Autos als Hindernisse

Wenn die vier Streufahrzeuge der Stadt unterwegs sind, dann sitzt neben dem Fahrer auch immer ein Begleiter. „Das ist auch wichtig, vor allem wenn es eng wird“, sagt Alexander Decker. Und auf Limburgs Straßen kann es im Winter ganz schön eng werden. Vor allem dann, wenn Fahrzeuge abends so geparkt werden, dass am frühen nächsten Morgen die Räumfahrzeuge nicht an ihnen vorbeikommen. Manchmal muss der Beifahrer beim Rangieren helfen, aber wenn es zu eng ist, dann geht es nicht weiter vorwärts.

Neben den vier Streufahrzeugen kann der Bauhof auf Traktoren zur Schneeräumung zurückgreifen. Außerdem sind Kolonnen unterwegs, die mit der Hand streuen. Nach Angaben von Klaus Kunz, Amtsleiter des städtischen Betriebshofs der Stadt Limburg, sind rund 200 Straßenkilometer im Stadtgebiet zu betreuen. Eine anspruchsvolle und verantwortungsvolle Aufgabe für die Mitarbeiter, sagt Kunz.

Geräumt und gestreut wird in der Zeit zwischen 5 und 20 Uhr beziehungsweise so, dass zu Beginn des einsetzenden Berufsverkehrs die wichtigsten Verkehrswege gestreut und geräumt sind. Dazu gibt es Streu- und Räumpläne, die eine Reihenfolge der Straßen vorgeben. Außerhalb der üblichen Arbeitszeiten zwischen 5 und 20 Uhr gibt es einen Bereitschaftsdienst, der bei Änderung der Witterungsverhältnisse mit Schneefall und Eisbildung zum Streuen und Räumen zur Verfügung steht.

So wenig wie möglich

Während Achim Fachinger das Räumschild an seinem Lastwagen befestigt, sind Alexander Decker und Kevin Flauaus damit beschäftigt, den Verteiler für das Salz zu montieren.

Die Salzlager der Stadt sind gut gefüllt. Nach Angaben von Klaus Kunz stehen rund 700 Tonnen zur Verfügung. Der Betriebshof hat aus den Erfahrungen mit Lieferengpässen in den zurückliegenden Jahren Lehren gezogen und den Lagerbestand an Salz erhöht. Auch wenn die Lager gut gefüllt sind, gestreut wird nach der Maßgabe: So wenig wie möglich und so viel wie notwendig. Durch den Einsatz von Feuchtsalz ist der Verbrauch schon deutlich reduziert worden. Feuchtsalz hat eine deutliche bessere Haftung auf dem Straßenbelag und rollt nicht wie das alte Salz über den Belag. Dadurch ist die Tauwirkung auch deutlich besser.

Doch trotz aller Technik, der Vielzahl der eingesetzten Fahrzeuge und des Personals, der Winterdienst kann nicht überall gleichzeitig Schnee räumen und Salz streuen. Nach Angaben von Klaus Kunz hat die Streupflicht zunächst Vorrang, anschließend ist das Räumen von Schnee an gefährlichen und für verkehrswichtige Straßen angesagt. Das Räumen von Schnee der anderen Verkehrsflächen ist dabei nicht vordringlich.

In der Pflicht beim Räumen und Streuen sind auch die Haus- und Wohnungsbesitzer. Im Bereich ihrer Anwesen haben sie für die Beseitigung der Gefahren durch Schnee und Eis zu sorgen. Das gilt natürlich auch für die Stadt im Bereich ihrer eigenen Liegenschaften. Dort wird entsprechend des sich abzeichnenden Gefährdungspotentials gestreut und geräumt.

Daten vom Wetterdienst

Das Gefährdungspotential ergibt sich auch aus den Daten des meteorologischen Dienstleiters, der die Stadt stündlich mit den aktuellsten Wetterdaten versorgt. Anhand der gelieferten bzw. abgerufenen Daten ist es nach Angaben von Klaus Kunz möglich, effektiver und gezielter mit dem Winterdienst zu reagieren. Die Leitung des Winterdienstes steht zudem mit Meteorologen des Wetterdienstes in ständiger Verbindung. Seit dem vergangenen Jahr verfügt die Stadt zudem über eine eigene Glättemeldeanlage, die aktuelle Daten über den Straßenzustand wie Nässe, Eis oder Restsalzbelag liefert.