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Sie haben über viele Jahre, manchmal über Jahrzehnte für die Stadt und ihre Bürger ehrenamtlich gewirkt. Haben Entscheidungen getroffen, um Lösungen gerungen und damit die Entwicklung Limburgs geprägt. 13 Männer und eine Frau wurden nun zu Stadtältesten ernannt. Weitere Mandatsträger wurde zudem für ihre langjährige Tätigkeit gedankt und sie verabschiedet. Insgesamt summiert sich der ehrenamtliche Einsatz auf über 500 Jahre.

Die Stadtältesten (von links): Helmut Geis, Werner Laux, Hilde Günther, Erwin Spiekermann, Heinz Theo Schäfer, Ortwin Schlensog, Dieter Nink, Walter Hartmann, Leo Vanecek, Bürgermeister Marius Hahn, Kurt Weyrauch (verdeckt), Hermann Muth, Stadtverordnetenvorsteher Michael Köberle, Bernhard Müller und Robert Trier.

Mit Dieter Nink, Erwin Spiekermann und Hilde Günther sind nach der vergangenen Wahl zwei Männer und eine Frau in den kommunalpolitischen Ruhestand gewechselt, die seit 1972 bzw. 1974 aktiv an der Entwicklung Limburgs beteiligt waren und quasi Urgesteine der Stadt Limburg sind. Nink war noch für die ehemalige selbstständige Gemeinde Eschhofen aktiv, da saß Erwin Spiekermann bereits im Ortsbeirat von Dietkirchen, das bereits zur Stadt Limburg gehörte. Das war 1972. Wenig später, 1974, trat Hilde Günther in die Politik ein.

Auf 43 Jahre in der Limburger Stadtpolitik blicken Nink und Spiekermann zurück – ununterbrochen gehörten sie entweder dem Ortsbeirat, der Stadtverordnetenversammlung, dem Magistrat oder eben der Gemeindevertretung an. Hilde Günter hat sich zwischendurch, von 1989 bis 1992, eine kleine Pause gegönnt.

Dank für Engagement

Es war eine besondere Stadtverordnetenversammlung, zu der Vorsteher Michael Köberle eingeladen hatte. Ihr Anlass: Die Verleihung der Ehrenbezeichnung Stadtälteste/r zusammen mit der Verabschiedung weiterer ehemaliger und teilweise langjähriger Mandatsträger. Köberle ließ keinen Zweifel daran, dass den Männern und Frauen, die unzählige Stunden zum Wohl der Stadt und ihrer Bürger im Rathaus oder Bürgerhäusern verbrachten, Dank gebührt. Dank in einer angemessenen Form und deshalb sei auch eine neue Form gefunden worden. Dazu gehörte auch, dass die Kreismusikschule mit einem Streicher-Trio die Feier musikalisch begleitete.

„Willy Brandt war Bundeskanzler, Richard Nixon amerikanischer Präsident und das Unwort des Jahres war ,aufmüpfig‘“, erinnerte Bürgermeister Dr. Marius Hahn an die Zeit, in der Nink, Spiekermann und kurze Zeit später Hilde Günther ihr politische Laufbahnen abseits der großen Bühnen starteten. Und Hahn erwähnte unter den vielen Vorhaben, die seitdem in Limburg umgesetzt wurden, die Ansiedlung von Karstadt, die Einrichtung der Fußgängerzone, den Bau der Stadthalle, die Umwandlung der Bahnwerkstatt ins das Einkaufszentrum WERKStadt. Und es sei der Politik gut gelungen, dass sich Limburg als eine Stadt begreife, in der dennoch die Interessen der einzelnen Stadtteile gewahrt werden. Ein von Herzen kommendes herzliches Dankschön sagte Hahn all denen, die sich ehrenamtlich engagierten.

Ausgezeichnet und geehrt

Die Bezeichnung Stadtältester wurde zudem verliehen an: Helmut Geis (22 Jahre als Stadtverordneter und Stadtrat aktiv), Walter Hartmann (rund 26 Jahre im Ortsbeirat), Werner Laux (23 Jahre Stadtverordneter), Bernhard Müller (23 Jahre als stellvertretender Wehrführer und im Ortsbeirat aktiv), Hermann Muth (31 Jahre aktiv im Ortsbeirat, Ortsvorsteher oder Stadtverordneter), Reinhard Penner (22 Jahre im Ortsbeirat und/oder Stadtverordnetenversammlung), Heinz Theo Schäfer (23 Jahre Stadtverordneter und Stadtrat), Ortwin Schlensog (27 Jahre im Ehrenamt im Ortsbeirat und in der Stadtverordnetenversammlung), Robert Trier (23 Jahre im Magistrat, Stadtverordnetenversammlung oder Ortsbeirat), Leo Vanecek (21 Jahre Stadtverordneter) und Kurt Weyrauch (21 Jahre im Ortsbeirat oder Stadtverordnetenversammlung).

Ebenfalls eine recht ansehnliche Zeit haben Bernhard Eufinger, Dieter Müller, Marlies Schäfer und Martin Zimmer in ihren verschiedenen politischen Ämtern für die Gemeinschaft investiert. Sie wurden geehrt mit einer Dankurkunde geehrte, die nach zwölfjähriger ununterbrochener ehrenamtlicher Tätigkeit verliehen wird.

Verabschiedet

Verabschiedet als ehrenamtliche Mandatsträger wurden darüber hinaus: Grischa Arnold, Hans Bendel, Beate Bendler, Stefan Best, Walter Brahm, Klaus Bungert, Ulrich Donges, Manfred Dühning, Dr. Judith Eidt-Wendt, Doris Ernst, Oliver Falk, Stefan Friedrich, Sven Hermann, Sabine Heun, Dennis Hilb, Sascha Hippler, Michael Hötterges, Cihan Kankilic, Pamela Lukas, Edmund Muth, Cornelia Oppitz-Rompf, Renate Paul, Josef Röhrig, Michael Sahl, Reiner Sawall, Volker Schwartz, Gerold Schwind, Hans-Joachim Spies, Rita Stähler, Hermann Trier, Tobias Vogelrieder, Liana Weismüller und Ulrich Zey.

Ach ja, der SÖV

„Das habe ich so noch nicht erlebt“, sagte Werner Laux, der immerhin auch 23 Jahre als Stadtverordneter aktiv war. Noch nicht erlebt hatte er eine feierliche Ernennung der Stadtältesten und Verabschiedung langjähriger Mandatsträger in einem solchen Rahmen. Und deshalb bedankte er sich auch im Namen aller bei Köberle und Hahn. Wesentliche Entscheidungen seien in den zurückliegenden Jahren getroffen worden, führte Laux an. Als Beispiel erwähnte die Anbindung an die ICE-Strecke und das ICE-Gewerbegebiet, die Monsteraufgabe Legalisierung von Gartenhütten, die mit hauchdünner Mehrheit getroffene Entscheidung für die WERKStadt. Und erwähnte auch die Südumgehung, für die die Stadt viel Geld ausgegeben hätte und die für Laux auf absehbare Zeit nicht kommen wird.

Und dann war da noch der sozial-ökologische Verkehr, 1993 ganz am Anfang der politischen Aktivität von Laux. 900000 DM Preisgeld habe die Stadt zurückgegeben, das sei mutig gewesen. Die Umsetzung wäre der Tod für den Handel in der Innenstadt gewesen. Doch der SÖV war nicht nur vor über 20 Jahren ein heißes Eisen, sondern ist es auch heute noch. Der Konter von Leo Vanecek kam sofort: „Was der Werner da gesagt hat, ist so nicht richtig.“ Richtig ist nach Vanecek Ansicht: Der SÖV als Pilotprojekt der Verkehrsplanung war in Limburg mit den neuen Mehrheiten einfach gestorben. Laux gehörte der neuen Mehrheit an, Vanecek der alten Mehrheit.