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Vera Behlau und Sigfrid Bochmann verteilen die Suppe im Eingangsbereich der evangelischen Kirche am Bahnhof. Während der kalten Jahreszeit wird die Suppe zwei Mal in der Woche ausgegeben.

„Schmeckt‘s?“ Die Frage bleibt unbeantwortet. Ein Grummeln, mehr nicht. Aber wer drei Mal ansteht, um Suppe zu bekommen, der muss sich auch nicht äußern. Die Frage beantwortet sich quasi von selbst. Wer zwei Mal Nachschlag holt, dem scheint es zu schmecken.

Es gibt sie wieder, die Suppe. Ausgegeben wird sie im Eingangsbereich der evangelischen Kirche am Bahnhof. Zwei Mal in der Woche ist dies der Fall. Es ist eine Gemeinschaftsaktion. Die evangelische Kirchengemeinde ist mit dabei und die katholische Domgemeinde, das Walter-Adlhoch-Haus ebenfalls, die Pallottiner und die Limburger Ehrenamtsagentur, kurz LEA. Sie alle sorgen für etwas Warmes im Bauch bei Frauen und Männern, für die die tägliche warme Mahlzeit nicht selbstverständlich ist.

Vor zwei Jahren im November, so erzählt es Sigfrid Bochmann von der Ehrenamtsagentur, wurde eine alte Tradition wiederbelebt. Eine deftige Suppe für Bedürftige. Das ließ sich dank einiger Spender gut an, serviert wurde auf Bierzeltgarnituren neben der evangelischen Kirche. Die Suppenausgabe kam gut an, es stellte sich ein Kreis an Abnehmern ein. Und es war klar, die Suppe sollte es nicht nur einen Winter geben.

Nun geht es in die dritte Suppen-Winterzeit. Es hat sich seit dem ersten Versuch etwas geändert. Die Pallottiner sind mit eingestiegen. Über viele Jahre gab es im Missionshaus in der Wiesbadener Straße die Tradition, in der kalten Jahreszeit in der Pforte eine Suppe anzubieten. Das ist allerdings Vergangenheit. Die vielen Veränderungen dort haben ihren Tribut gefordert.

Doch nachdem die Ausgabe der Suppe an Bedürftige durch die Kirchengemeinden wiederbelebt worden war, stießen auch die Pallottiner wieder dazu, gekocht wird immer noch für die Bewohner des Missionshauses und so ein paar Liter Suppe sind immer drin. Nach Angaben von Bochmann wird der Suppentransport durch das Adlhoch-Haus übernommen. Dafür gibt es für dessen Bewohner dann die Reste der Suppe.

Zwischen zehn und 20 Kunden sind es, die sich die Suppen in Schalen einfüllen lassen; die Brötchen dazu spendet seit drei Jahren die Bäckerei Simon. Das alles passiert inzwischen nicht mehr unter freiem Himmel, sondern im Eingangsbereich der Kirche. Das ist deutlich angenehmer, denn der Schutz vor dem herbstlichen oder winterlichem Wetter steigert deutlich die Aufenthaltsqualität.

Für die Ausgabe der Suppe gibt es eingeteilte Dienste, die meist aus drei Personen bestehen. Die wiederum kommen aus den evangelischen und katholischen Kirchengemeinden oder Pastoralen Räumen, zudem stellt die Ehrenamtsagentur ein Teil der Mannschaft – bis zum Ende der Suppenzeit.