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Viele Füße und Hände, zahlreiche Spaten, rund 1000 Pflanzen, das alles zusammengepackt soll in wenigen Jahren für einen neuen Waldrand am Schafsberg sorgen. Am Freitagnachmittag war Großeinsatz in der Natur, um sieben verschiedene Baumarten und acht Straucharten in den Schafsbergboden zu pflanzen.

Forstwirtschaftsmeister Daniel Mörsdorf erläuterte zu Beginn der Aktion den vielen Helferinnen und Helfern, wie die kleinen Bäume richtig gepflanzt werden.

„An die Arbeit“, forderte Bürgermeister Dr. Marius Hahn die Helferinnen und Helfer auf. Schwang den Spaten und suchte in dem teilweise doch recht steinigen und undurchdringlichen Boden den Weg in die Tiefe. Unterstützt wurde er von rund 60 Mitstreiter/innen. Zwei Klassen der Tilemannschule waren mit dabei, natürlich Vertreterinnen und Vertreter der Schafsbergwacht, Anlieger und einige Mandatsträger. Das von Revierförsterin Nadine Ströbele vorgegebene Pflanzprogramm war anspruchsvoll, hatte sie doch rund 1000 Pflanzen zur Verfügung gestellt.

Für die fachmännische Begleitung sorgten Daniel Mörsdorf, Forstwirtschaftsmeister, und Armin Nau, Forstwirt. Mörsdorf hatte zu Beginn eine kurze Einweisung gegeben, wie die kleinen Bäume und Sträucher zu setzten sind. Grün nach oben, das war noch allen klar. Aber wie tief das Loch sein muss, wie fest die Erde später an dem frisch gepflanzten Bäumchen oder Strauch festgetreten werden muss, das war für viele doch neu.

Bürgermeister Hahn hatte zum Auftakt noch einmal auf das Fällen der alten Bäume im Sommer hingewiesen. Über 50 Bäume, teilweise über 100 Jahre alt, mussten entfernt werden, da sie aufgrund der zuvor niedergegangenen heftigen Niederschläge und des damit aufgeweichten Bodens nicht mehr standsicher waren. Die Rodung war zwar notwendig, gleichwohl gab es Protest. Doch inzwischen ist auch für die Schafsbergwacht das Fällen der Bäume unstrittig, wie Christina Baldus-Hummer sagte. Die Neuanpflanzung bewertet sie als „gute Aktion“, die mit einem einleuchtenden Konzept aufwarte.

Künftig keine Gefahr mehr

Zwei Kurse, mit Biologie als Leistungs- oder als Grundkurs, der Tilemannschule waren eifrig mit von der Partie, um neue Bäume und Sträucher zu pflanzen.

Dieses Konzept hatte zunächst Revierförsterin Nadine Ströbele vorgestellt. Der untere und nah an der Bebauung befindliche Rand des Schafsbergs wird mit Sträuchern bepflanzt, die nicht so hoch wachsen und damit auch nach vielen Jahren keine Gefahr für die Häuser darstellen. Unter den Straucharten befinden sich Hartriegel und Schneeball, Heckenkirschen und auch Arten, die ohnehin nicht lange auf sich hätten warten lassen: Weißdorn und Holunder. Weiter oben im Hang wurden dann Bäume gesetzt. Die Försterin stellte dazu Sommer- und Winterlinde, drei verschiedene Ahornarten und Hainbuche zur Verfügung.

„Das hat mir auch weh getan, hier die gefällten Bäume zu sehen“, machte der Bürgermeister deutlich. Immerhin sei der Schafsberg der Spielplatz in seiner Kindheit gewesen. Und er habe viel Zeit dort verbracht. Die Bäume sind zwar weg, aber Äste und Reste liegen immer noch auf dem Boden verteilt herum. Eine durchaus gewollte Unordnung, denn daraus entwickelt sich Nahrung für die neuen Pflanzen.

Vertreterinnen der Schafsbergwacht wie Christina Baldus-Hummer griffen ebenso zum Spaten wie aktive und ehemalige Mandatsträger.

Wer den Schafsberg in der Nähe der Beethovenstraße betritt, sollte auf den Wegen bleiben, denn die neue gepflanzten Büsche und Bäume sind nur schwer zu erkennen und sollten nicht niedergetreten werden. Natürlich ist es mit der Anpflanzung allein nicht getan. Pflege in dem gerade gepflanzten Bereich ist notwendig, sonst hätten die kleinen Sträucher und Bäume keine Chance. „Die Robinien werden wir ordentlich zurückschneiden müssen“, machte die Försterin den Einsatz für die Natur deutlich.

Wo die Sträucher und Bäume gepflanzt werden sollten, hatten die Fachleute vom Forst zuvor schon auf dem Waldboden markiert. Und für die Stärkung der Helferinnen und Helfer hatten Elke Weidmann und vom Liegenschaftsamt der Stadt und die Auszubildende Lena Grenz gesorgt, die die Pflanzaktion auch mit vorbereitet hatten.