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Die Synagoge in der Diezer Straße wurde durch das Feuer in der Nacht vom 9. auf 10. November 1938 stark beschädigt und daraufhin abgerissen.

Am 9. und 10. November 1938, vor 78 Jahren, kam es in Limburg wie in ganz Deutschland zu Gewalttaten gegen Synagogen sowie Geschäfte und Wohnungen jüdischer Bürger. In Limburg wurden Menschen, von denen viele seit ihrer Geburt in der Stadt lebten, beleidigt, angegriffen und viele Männer ins Konzentrationslager Buchenwald deportiert. Einer von ihnen, Hermann Liebmann aus der Westerwaldstraße, starb an den Misshandlungen. Die Synagoge an der Schiede wurde ausgeplündert und angezündet. Kultusgegenstände wurden beschädigt, zerstört oder gestohlen.

Die Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit Limburg e.V. lädt in Zusammenarbeit mit der Stadt Limburg zu einer Gedenkfeier am Mittwoch, 9. November, in die Aula der Leo-Sternberg-Schule, Im Ansper 6, ein. Beginn ist um 15.30 Uhr. Vertreter und Vertreterinnen verschiedener Initiativen werden die Namen der über 130 Opfer, Juden, Behinderte, Angehörige anderer verfolgten Gruppen, verlesen.

Schüler der Leo-Sternberg-Schule werden die Feier musikalisch gestalten. Sie haben sich im Vorfeld in einer Projektwoche mit der Frage "Was ist Heimat?" beschäftigt, auch anhand von Unterlagen über den Namensgeber ihrer Schule, Leo Sternberg, der als Sohn einer jüdischen Familie in Limburg geboren wurde.

Die Bürgerinnen und Bürger Limburgs sind zu dieser Feier eingeladen. Auskünfte erteilen die Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit, Telefon (06482) 4828, und das Stadtarchiv, Telefon (06431) 203368.

Am Abend findet dann ab 18 Uhr am alten Synagogenstandort an der Schiede ein Totengebet der jüdischen Gemeinde Limburg statt. Auch dazu sind alle Bürger eingeladen.