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Eine neue Runde für eine „Lebendige Lahn“ steht an, das EU-Projekt „LiLa – Living Lahn River“ wird mit einer „Lahnmesse“ am Mittwoch, 9. November, im Pater-Richard-Henkes-Saal der Pallottiner-Kirche in Limburg fortgesetzt. Start ist um 17 Uhr. Die gleiche Veranstaltung gibt es am 22. November in Gießen noch einmal.

Die herbstliche Lahn in Limburg. Idylle pur? der Eindruck täuscht. Der Fluss dient vielfachen Interessen und soll ökologisch aufgewertet werden.

„Lebendige Lahn“ will den Fluss ökologisch aufwerten und das Leben an dem Gewässer lebenswerter machen. 15 Millionen Euro stehen dafür zur Verfügung. Neun Millionen kommen dabei aus dem EU-Programm LIFE, weitere sechs Millionen Euro steuern die Projektpartner bei. „LiLa“ läuft über einen Zeitraum von zehn Jahren.

Die erste Runde für das Vorhaben "Lebendige Lahn" fand im Februar statt, in der Region war der Saal der Pallottiner-Kirche der Austragungsort. Schon bei der Vorstellung der verschiedenen Bereiche aus Umwelt- und Naturschutz, Tourismus, Wassersport und mehr wurde dabei deutlich, wie unterschiedlich die Interessen gelagert sind, die sich an und auf dem Fluss begegnen.

Ministerien und Behörden

Und was den Naturschützern und Anglern zum Beispiel sehr wichtig ist, kann den Tourismus oder auch die Wassersportler richtig ärgern. Dabei geht es zum Beispiel um die Vorstellung einer Lahn, die mit deutlich abgeflachten Wehren auskommt.

Am 9. November werden sechs Ministerien und Behörden mit Informationen aufwarten und zu Gesprächen einladen. Vertreten sind die Umweltministerien aus den beiden Bundesländern Hessen und Rheinland-Pfalz, das Wasser- und Schifffahrtsamt Koblenz, die Struktur- und Genehmigungsbehörde Nord und ihr hessisches Gegenstück, das Regierungspräsidium in Gießen und schließlich ist auch noch die Bundesanstalt für Gewässerkunde vertreten. Karten und Planskizzen werden informieren, der Querschnitt eines Schiffsmodells ist zu sehen und gezeigt wird auch ein Film über die Lahn.

Ökologisch aufwerten

Mit den Fördergeldern soll die Zukunft der Bundeswasserstraße angegangen werden – und zwar mit einem ganzheitlichen Ansatz. Deshalb wird das Ziel lebendige Lahn auch mit einem LIFE-Projekt mit Zusatz angegangen, der Zusatz lautet IP und steht für „Integrated projects“.

Was in den kommenden Jahren in und an der Lahn gemacht werden soll, hat das Ziel einer Aufwertung des ökologischen Zustands des Flusses. Hindernisse im Wasser, die das Wandern der Fische verhindern, sollen überwindbar werden; das Hochwasserrückhaltevermögen soll verbessert werden und auch die Wanderer, Radler und Paddler sollen profitieren, da die Naherholungsmöglichkeiten ausgebaut werden sollen.