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Bei ihren Arbeiten zum Aufstellen der Schautafeln wurde André Fischer und Harald Schardt als Mitarbeiter des Bauhofs von Romil Tchiko und Almousa Gergoas unterstützt.

Der Greifenberg ist Sport- und Spielplatz, Erholungsgebiet, Rückzugsort, Glaubensstätte und vieles mehr. Und er ist ein Fleckchen Natur. Und das soll nun allen Nutzern und Besuchern des Greifenbergs ein Stückchen näher gebracht werden.

Um die Natur zu erklären, wurde es erst einmal laut. Ein Erdbohrer wird schließlich von einem Verbrennungsmotor angetrieben. Rund 60 Zentimeter tief grub er sich in den Boden. Harald Schardt, André Fischer und Sven Recktenwald von der Stadtgärtnerei achteten darauf, dass der Abstand zwischen den beiden Erdlöchern, 1,13 Meter von Mitte zu Mitte, auch stimmte. Unterstützt wurden sie bei ihren Arbeiten von Romil Tchiko und Almousa Gergoas, zwei Flüchtlingen aus Syrien, die mit ihrer Arbeit ihre Integrationsbemühungen unterstreichen.

Die fertigen Löcher dienen zwei Holzpfählen als Standort. Ein wenig Beton gehört allerdings auch noch dazu. Und zwischen den beiden Pfählen wurde dann das montiert, was für Aufklärung über die Natur sorgt, Schautafeln mit verschiedenen Themenkomplexen. Zwölf zehn Schautafeln sind es, die den Waldlehrpfad bestücken, erklären Klaus Kunz, Amtsleiter des städtischen Betriebshofs, und Matthias Beul, Abteilungsleiter der Stadtgärtnerei.

Die Stationen des Waldlehrpfads lauten unter anderem „Lebendiger Planet“ oder „Der Baum ein Raum“ oder Streuobstwiese. Die Tafeln sind vielfältig. Und nach Angaben von Beul wurden sie auch gezielt aufgestellt. Über das Leben im Steinhaufen wird informiert, wo sich ein solcher Haufen befindet und eine Schautafel zum Thema Alt- und Totholz gibt es dort, wo sich eben auch Alt- und Totholz befinden.

Natürlich gibt es auch Informationen über einheimische Laubbäume, über die Vögel des Waldes oder auch über ein Insektenhotel. Das System der Infotafeln, darauf weist Kunz hin, kann immer wieder ergänzt werden, es ist nicht abgeschlossen. Alle Tafeln lassen sich über einen gut begehbaren Rundweg erreichen.

Matthias Beul als Leiter der Stadtgärtnerei (links) und Klaus Kunz, Leiter des städtischen Betriebshofs, an einer Schautafel direkt zum Auftakt der Runde.

„Die Tafeln sollen die Besucher dazu anleiten, ihre Umgebung intensiver wahrzunehmen“, sagt Monika Schiebel, im Rathaus für den Bereich Umweltschutz zuständig. Intensiver wahrnehmen, das heißt auch, Tiere und Pflanzen zu beobachten und sie zu erkennen. Das Naherholungsgebiet Greifenberg soll dadurch attraktiver werden, die regionale Identität durch das Kennenlernen der heimischen Flora und Fauna gefördert und die Lebensqualität dadurch verbessert werden, in dem der Lebensraum besser wahrgenommen wird.

Mit dem Bohren der Erdlöcher gebohrt und dem setzen der Pfosten war es für die Männer vom Betriebshof der Stadt und ihrer aus Syrien geflohenen Helfer noch nicht getan. Die einzelnen Stationen mussten zunächst einmal hergerichtet werden, es galt Flächen zu schaffen, sie mit einer wassergebundenen Decke als Standfläche zu versehen und gegebenenfalls waren auch die Wege zu den Infotafeln zu verbessern.