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„Es ist eine Idee, noch kein Projekt.“ Marcel Kremer, Investor der Limburger WERKStadt, gab sich zurückhaltend, als er seine neuen Pläne für das ICE-Gebiet im Haupt- und Finanzausschuss vorstellte. Bauen will er dort. Außergewöhnlich soll es werden, acht bis zehn Stockwerke hoch, versetzt und begrünt.

So sieht die Railway-Station-Idee von vorn aus. Zwischen den beiden Gebäuden liegt der ICE-Bahnhof, der nicht bebaut wird, aber der von einer Verbindung überspannt ist.

Lob und Anerkennung gab es von allen politischen Fraktionen. "Super Impuls, klasse, beeindruckend ..." Bürgermeister Dr. Marius Hahn berichtete davon, dass die Idee auf der Immobilienmesse EXPO Real in München gut aufgeschlagen sei. Dem Investor sei ein Coup gelungen, nun gehe es darum, konkrete Nutzungen ins Auge zu fassen. Eine Möglichkeit könnte zum Beispiel ein Hotel aus dem gehobenen Bereich sein.

Was direkt neben dem ICE-Bahnhof konkret entstehen soll, ist weder von der Architektur noch von der Nutzung her klar. Vor wenigen Woche kam Kremer auf die Idee, die Grundstücke der Bahn zu nutzen. Bis Ende des kommenden Jahres hat er sich Zeit ausbedungen, die Idee in konkrete Konzepte reifen zu lassen. Bis dahin läuft seine Kaufoption für die 40 mal 40 Meter großen Grundstücke der Bahn links und rechts des bestehenden Bahnhofs.

„Nutzer finden sich nur, wenn Aufmerksamkeit erzeugt wird“, machte Kremer im Ausschuss deutlich. Und Aufmerksamkeit hat die von dem Architekten André Kramm zeichnerisch umgesetzte Idee durchaus gefunden. Nach Angaben von Kremer geht es im Nachgang der Messe für ihn nun darum, die Kontakte abzuarbeiten. Zwei Ortstermine mit möglichen Interessenten sind schon anberaumt.

Die Rahmenbedingungen sind durchaus schwierig. Zwischen den beiden angedachten Gebäuden mit versetzten Fassaden befindet sich der Bahnhof, der auch in Zukunft im Besitz der Bahn bleiben wird. Auf der Skizze von Kramm sind die beiden hohen Gebäude baulich miteinander verbunden. Und sollte sich die Idee verwirklichen, hat das auch Auswirkungen auf das Bahnhofsgebäude, davon ist Kremer überzeugt. Das bisher ungenutzte Obergeschoss würde dann sicher belebt.

Ein Blick von oben auf die Idee, die Marcel Kremer im ICE-Gebiet verwirklichen will. Die beiden Grundstücke links und rechts des ICE-Bahnhofs sind noch im Besitz der Bahn.

Auf den beiden Grundstücken können bis zu 23 Meter hohe Gebäude entstehen. „Wenn wir das Glück haben, den richtigen zu finden, der als erstes ja sagt und in das Gebäude geht, dann können wir anfangen“, sagte Kremer auf die Frage, ob es einen Zeitplan gibt. Dabei ist eine Nutzung als Hotel durchaus denkbar.

Während Kremer auf der EXPO REAL seine neue Idee für das ICE-Gebiet präsentierte, war die Stadt in München mit einem neuen Imagefilm und einer entsprechenden Broschüre auf dem gemeinsamen Mittelhessen-Stand vertreten. „Wir sind froh über die Gleichzeitigkeit von Idee und der neuen Imagekampagne“, machte der Bürgermeister deutlich. Und er zeigte sich davon überzeugt, dass es durchaus Möglichkeiten für Kooperationen gibt, die sich positiv auf die Entwicklung des Standorts Limburg auswirken.