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Im Internet surfen, das geht in Limburg nun auch an bisher unbekannten Orten. Am Dienstag gab es das offizielle Startsignal für kostenfreies WLAN in der Innenstadt. Das Projekt setzen der CityRing und die Stadt gemeinsam um. In einem Zeitraum von drei Jahren ist mit Kosten in Höhe von rund 50000 Euro zu rechnen, davon trägt die Stadt zwei Drittel, der CityRing den Rest.

Freuen sich über kostenloses Surfen in Limburg. (v.l.) Dirk Joeres (CityRing), Reinhard Vohl (CityRing), Herman Kasch (The cloud), Bürgermeister Dr. Marius Hahn, Thomas Lang, Holger Goebel und Sandra Köster (alle Stadt Limburg) sowie Jochem Holzhäuser (CityRing).

„Wir haben viele Runden drehen müssen. Ein ganz schönes Stück Arbeit liegt hinter uns“, sagte Bürgermeister Dr. Marius Hahn beim offiziellen Start am Dienstag. Doch das Gemeinschaftsprojekt komme zu einem guten Ende, so dass er auch schon mal überlege, sein Büro bei schönem Wetter an die „Pusteblume“ zu verlegen. Dieser Platz gehöre zu den Bereichen in der Innenstadt, die über öffentliches WLAN verfügen.

„Sehr gut für Limburg“, so bewertet er, dass die Stadt nun über ein kostenfreies WLAN-Netzwerk verfügt. Bis zum Ende des Jahres können die User bis zu drei Stunden kostenfrei im Netz surfen. Anschließend wird die kostenfreie Zeit im Netz auf eine Stunde begrenzt. Natürlich ist es möglich, weiter zu surfen – aber dann kostet es die Nutzer eigenes Geld.

Am Anfang stand erst einmal Überzeugungsarbeit, erinnerte sich CityRing-Vorsitzender Reinhard Vohl. Die Begeisterung für ein kostenfreies und öffentliches WLAN-Netz hielt sich in Grenzen. Doch dass dieser Schritt wichtig für die Stadt ist, diese Erkenntnis habe sich dann durchgesetzt. Froh zeigte er sich, wonach das Vorhaben nicht allein von der Werbegemeinschaft geschultert werden muss. Die Unterstützung der Stadt ist nicht nur finanzieller Natur, sie stellt auch ihre Gebäude für Sendeanlagen zur Verfügung und ohne die IT-Abteilung der Stadt habe es nicht umgesetzt werden können.

1670 Sessions seien an einem Tag bisher gezählt worden. Und das, obwohl WLAN bisher nur im Testbetrieb lief, der Mitte Juli begann. Der Testbetrieb sei notwendig gewesen, um zu prüfen, ob die Standorte für die Access-Points (die Zugangspunkte) auch ausreichen. Nach Angaben von Reinhard Vohl hat der CityRing mit dem Anbieter „The Cloud“ zwölf dieser Punkte vereinbart. „Wir erkennen bereits jetzt, dass wir damit mehr Fläche erreichen als zunächst vorgesehen“, sagte Vohl.

Bisher sind sieben dieser Access-Points installiert. Damit kann die Achse vom Kornmarkt über den Neumarkt bis zum Bahnhofsplatz abgedeckt werden, zudem die Werner-Senger-Straße und der Europaplatz, der Bereich rund um die Pusteblume und das Brüderhaus. Der weitere Ausbau wird das WLAN-Netz stärker in die Altstadt bringen. Von der Plötze bis zum Fischmarkt ist angedacht. Auch in der Hospitalstraße soll diese Art der Kommunikation möglich sein. Zudem werden Dom und Schloss bei einem weiteren Ausbau ins Auge gefasst.

Für Limburg ein Startschuss, um die Stadt für junge Menschen attraktiver zu machen, zeigte sich der Bürgermeister überzeugt. Auch Reinhard Vohl sieht positive Impulse durch die neue Möglichkeit und verweist mit stolz darauf, dass in vielen Kommunen über kostenfreies WLAN gesprochen wurde, in Limburg es dann aber auch Wirklichkeit wurde. Nach Angaben des Handelsverbands gibt es tatsächlich nur wenige Kommunen, die es bisher schaffen, ein kostenfreies öffentliches WLAN-Netz zur Verfügung zu stellen. Ideen gebe es viele, aber es hapere mit der Umsetzung.

Und mit WLAN eröffneten sich auch für den CityRing neue Marketingideen, ist Vohl überzeugt. Verlosungen, Gutscheinaktionen und vieles mehr ließen sich damit verknüpfen.

Der Weg ins Netz ist unkompliziert, versichert Reinhard Vohl. Auch er selbst habe es geschafft. „Alle spielen gerne mit“, machte Vohl deutlich und präsentierte zum Beweis das Einverständnis eines weiteren Hausbesitzers, der die Anbringung eines weiteren Zugangspunkts erlaubt.