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Als Georg Bätzing am Sonntag gegen 16 Uhr im Dom seine Bischofsweihe empfing und anschließend zum 13. Limburger Bischof ernannt wurde, hatten andere schon einige Stunden im Dienst für den neuen Mann an der Spitze des Bistums hinter sich. Rund 500 Sicherheitskräfte, Helfer und Rettungskräfte begleiteten die feierliche Zeremonie.

Georg Bätzing empfing im Dom die Bischofsweihe und wurde zum 13. Limburger Bischof ernannt.

Unter den Kräften und Helfern befanden sich auch rund 50 Mitarbeiter der Stadt und ehrenamtliche Einsatzkräfte der Feuerwehr. Ganz nah am Geschehen waren Kai Simon und Markus Heinritz. Die zwei Einsatzkräfte der Feuerwehr befanden sich während der Weihe im linken Turm des Eingangsportals des Doms. „Wir haben Blick ins Mittelschiff und den Altarraum“, sagte Simon. Und akustisch verfolgen konnten sie das Geschehen auch gut, über die Kabelschächte kam genug bei ihnen oben an. Ihr Dienst diente dem Brandschutz. Ein Einsatz der Drehleiter im Brandfall wäre durch den mit Gästen belegten Domplatz nicht so schnell möglich gewesen. Deshalb befanden sich die zwei Einsatzkräfte mit ihrer Ausrüstung im Turm, um sofort löschen zu können. Ein dritter Feuerwehrmann war zudem noch direkt an der Brandmeldeanlage positioniert. Und auf der Feuerwache befanden sich noch zehn Kräfte in Bereitschaft.

Nah dran am Geschehen neben den offiziell geladenen Gästen der Stadt, Bürgermeister Dr. Marius Hahn und Stadtverordnetenvorsteher Michael Köberle, war auch Holger Goebel. Der Mitarbeiter der IT-Abteilung hatte schon in den Tagen zuvor reichlich Dienstzeit im und am Dom verbracht. Es galt, die technischen Voraussetzungen zu schaffen, damit die Bilder von und die Texte über die Weihe sich möglichst schnell vom Limburger Domberg verbreiteten.

Kai Simon und Markus Heinritz leisteten Brandschutzdienst im Turm des Domes.

Während Goebel bei einer möglichst hohen Geschwindigkeit der Datenübertragung half, waren seine Kollegen vom Ordnungsamt vor allem mit Entschleunigung beschäftigt. Entschleunigung beim Weg hoch zum Dom, denn der war nur denen möglich, die eine Berechtigung dazu hatten. Jörg Schumacher hatte an der Domstraße zum Abzweig zur Nonnenmauer reichlich Andrang zu bewältigen. Zusammen mit Polizeibeamten kontrollierte er diejenigen, die zur Domplatte und in den Dom wollten.

„Es gab nur wenig Diskussion und wir hatten nur einen harten Fall“, sagte der Mitarbeiter des Ordnungsamts nach viereinhalb Stunden Dienst, der morgens um 10 Uhr für ihn begonnen hatte. Den Dom bereits vor Augen, mussten zahlreiche Gäste den Rückweg antreten, ohne ihr Ziel zu erreichen. Deutlich ruhiger ging es bei Roman Speier zu, der sich mit Beamten der Polizei beim Haus Römer 2-4-6 befand. Zahlreiche Gäste, die vom Priesterseminar kamen und zum Dom wollten, nahmen den kurzen Weg, konnten jedoch alle eine entsprechende Karte vorweisen. Andere nahmen den am diesem Tag versperrten Weg zum Dom klaglos zur Kenntnis. „Freundlich und einsichtig“, sagte Speier über die entspannte Atmosphäre.

Den Dom im Rücken hatte Jörg Schumacher bei seinem Dienst.
Dirk Donde (von rechts), Hansi Müller, Bauhofleiter Michael Menier und Mario Meyer rückten nach der Bischofsweihe am Abend an, um die Absperrgitter und vieles mehr wieder zu beseitigen.

Auf einer Art Vorposten befanden sich Julian Reiß und Ralf Neumann an der Einfahrt zum Kornmarkt. Dort stand zudem eine nicht zu übersehende Absperrung versehen mit einem Durchfahrtsverbot. „Die Leute sind alle friedlich“, sagte Neumann. Es werde nach dem Weg zum Dom gefragt – oder auch nach der Filiale einer Bank. Werner Kühnel versah seinen Dienst direkt vor dem Kolpinghaus, das den vielen Geistlichen als „Umkleidekabine“ diente. Auch dort war es ruhig, machte Kühnel deutlich und verschwand, um einen Gast in ein nahe gelegenes Haus zu begleiten.

Als die Einsatzkräfte der Feuerwehr und die Mitarbeiter des Ordnungsamtes mit ihrem Dienst für den neuen Bischof begannen, waren die Kolonnen des Betriebshofs schon durch. Am Sonntagmorgen hatten sie die Gassen und Plätze der Altstadt noch einmal gesäubert, hatten Schilder und Absperrgitter positioniert. Den Tag über waren sie am Bauhof in Bereitschaft, falls mal etwas sein sollte. Und nach der Bischofsweihe, so Bauhof-Leiter Michael Menier, ging es wieder in die Altstadt, um den Normalzustand wieder herzustellen und alles zu beseitigen an Absperrgittern, Barken, Ver- und Gebotsschildern und vieles mehr, was sie an den Tagen vor der Bischofsweihe alles herangefahren hatten.

„Ich bedanke mich bei allen Mitarbeitern, die vor, während und nach der Bischofsweihe viel Einsatz gezeigt haben“, sagte Bürgermeister Dr. Marius Hahn.

Mehr über die Bischofsweihe unter www.bistumlimburg.de