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Am 10. Oktober kommen die ersten Studenten und beginnen mit ihrem Dualen Studium an der jüngsten Außenstelle des Technischen Hochschule Mittelhessen (THM), dem Campus Limburg. Die Räumlichkeiten sind fast studierfertig. Davon überzeugten sich Bürgermeister Dr. Marius Hahn und weitere Mitarbeiter der Stadt (Mieter), WERKStadt-Investor Marcel Kremer (Vermieter) sowie Vertreter der THM. Wer Interesse an einem Studium hat, hat sich übrigens noch anmelden.

Noch baumeln Kabel aus der Decke, aber das wird nicht mehr lange der Fall sein, machen Bauleiter Ralf Kaltwasser und WERKStadt-Investor Marcel Kremer (von links) dem Limburger Bürgermeister Dr. Marius Hahn und Mitarbeitern der Stadtverwaltung deutlich.

Bis zum 10. Oktober liegt natürlich noch reichlich Arbeit an, aber nach dem Tempo in den vergangenen Wochen besteht kein Zweifel, dass alles rechtzeitig fertig wird. „Augen auf“, dazu forderte Investor Marcel Kremer am Montag bei der Begehung auf. Was nun an Mängeln entdeckt werde, lasse sich noch gut beheben. Einige Kabel, die noch aus den Decken schauten, seien jedoch nicht zu bemängeln, sondern dem Umstand geschuldet, dass die Steuerung für die Lüftung noch nicht angeschlossen sei. „Wir haben alle Gas geben“, machte Kremer deutlich. Gas gegeben, damit die Räume in der WERKStadt mit einer Fläche von 405 Quadratmetern der Stadt übergeben werden können, die sie wiederum der THM zur Verfügung stellt.

Was sich innerhalb von wenigen Wochen in dem Gebäude getan hat, ist schon beachtlich. Wände sind eingezogen und Fenster eingebaut worden, von der aufwändigen Haustechnik ist so gut wie nichts zu sehen, die ist verdeckt durch Deckenverkleidung und unter dem Fußboden. „Mehr geht nicht“, sagt Bauleiter Ralf Kaltwasser während des Rundgangs, als sich die Besucher in den Räumen befinden, die entlang der Gleise des Bahnhofs liegen. Die Fenster bieten nach Angaben von Kaltwasser das Maximum an Schallschutz. Von dem, was draußen im Bahnhof und auf den Gleisen los ist, ist nichts zu hören.

„Toll geworden“, sagte Bürgermeister Dr. Marius Hahn irgendwann während der Runde. Alles ist neu, die THM befindet sich in einem Neubau inmitten denkmalgeschützer Bausubstanz. Und die Hochschule hat den Räumen auch schon ihren Stempel aufgedrückt. Der Fußboden im Flur und den Funktionsräumen ist in einem auffallenden grünen Farbton gehalten, den auch die THM als Erkennungsfarbe gewählt hat. Hahn stattet allen Beteiligten seinen Dank ab, dass der Campus Limburg so schnell und zügig Gestalt angenommen hat und es trotz einer kleinen Verzögerung geklappt hat. Auf jeden Fall, sei es eine gute Adresse zum Lernen. 150000 Euro hat die Stadtverordnetenversammlung als Investitionszuschuss für die Einrichtung und technische Ausstattung bewilligt, für die Bauarbeiten zeichnet die Immo-Plan GmbH von Investor Kremer verantwortlich.

Auch wenn Lehre und Lernen ohne Computer nicht mehr geht, in den Lehrräumen befinden sich noch Waschbecken. Das hat seinen guten Grund, wie Christian Schreier von der THM erläuterte. Auch in modernen Zeiten ist die Kreide zum Schreiben an der Tafel noch nicht aus den Lehrräumen verbannt. Und wer Kreide wieder entfernen will, der braucht auch Wasser. Nach Angaben des Vertreters der THM werden in den kommenden zwei Wochen die Ausstattung und die Möbel geliefert und aufgebaut. Die nächste Etappe auf dem Weg zum Studium in Limburg.

Ewas mehr als 400 Quadratmeter stehen zunächst für die Außenstelle der THM zur Verfügung. Drei Hörsäle wird es geben und einen PC-Raum, der mit fast 60 Quadratmetern die größte Einheit bildet. Wird das neue Bildungsangebot in Limburg gut angenommen, hat die Stadt die Möglichkeit, die Fläche zu erweitern. Räume für Dozenten, Sekretariat sowie Sanitäreinrichtungen runden das Raumangebot ab.

Am Montag, 10. Oktober, wird die Außenstelle der THM Limburg mit zwei Studiengängen starten. In der Domstadt stehen zum Wintersemester 2016/17 die Fächer Maschinenbau und Betriebswirtschaft (Mittelstandsmanagement) zur Auswahl. Leiter der Außenstelle ist Professor Dr. Fabian Tjon, zugleich Direktor des Wissenschaftlichen Zentrums „Duales Hochschulstudium“. Im Dualen Studium erhalten die Studierenden theoretischen Unterricht nicht nur im Hörsaal, sie sollen die Theorie möglichst schnell in der Praxis anwenden. Dazu sind sie in Unternehmen beschäftigt, die ihnen nicht nur eine Vergütung zahlen, sondern durch ihren Beitrag im CCD (CompetenceCenter Duale Hochschulstudien StudiumPlus) auch einen Teil der Kosten des Studiums tragen.

Das Angebot in Limburg schließt mit dem Bachelor ab. Doch das muss weder für die Studierenden noch für den Standort Limburg das Ende sein. Bei entsprechender Entwicklung lassen sich die Angebote in Fachrichtungen in Limburg ausbauen – Elektrotechnik soll möglichst im kommenden Jahr schon dazu kommen -, und auch der Master als Abschluss ist denkbar.

Mehr Informationen zum Studienangebot in Limburg gibt es von StudiumPlus in Wetzlar per Telefon unter (06441) 20410, per E-Mail info@studiumplus.de oder der Homepage www.studiumplus.de.