Hilfsnavigation

Sprache
Logo Stadt Limburg an der Lahn
  • Headerfoto Startseite 2
  • Headerfoto Startseite 3

Schnell ist die Tiefkühlpizza aus dem Eisfach geholt und im Backofen essfertig gemacht. Gut fürs Klima ist das nicht. Wie viel Energie zur Herstellung, zum Transport oder zum Backen benötigt wird, interessiert beim Konsum nur selten. „Essen wir unser Klima auf?“, dieser Frage geht eine Ausstellung nach, die vom 30. August bis 14. September in der alten Kaffeerösterei in Limburg zu sehen sein wird. Offizielle Eröffnung ist am Dienstag, 30. August, um 14.30 Uhr.

: Laden gemeinsam zur Ausstellung über klimafreundliche Ernährung ein (von links) Anja Tengler (von links) und Frank Tengler-Marx, neue Eigentümer des Komplexes Feigmann und der dazugehörigen ehemaligen Kaffeerösterei, sowie Kathrin Weber und Sandra Köster von der Stadt Limburg.

Die offizielle Ausstellungsadresse ist Grabenstraße 9 (Farben Feigmann), doch der Zugang befindet sich in der Konrad-Kurzbold-Straße und führt über den Hof in die ehemalige Kaffeerösterei. Ein vormaliger Ort der Lebensmittelproduktion, idealer könnte es für eine Ausstellung zum Thema Ernährung kaum sein. Frank Tengler-Marx und seine Frau Anja haben das Areal erst vor kurzem erworben und stellen es der Stadt zur Verfügung.

Die Wanderausstellung von der in Frankfurt angesiedelten Aktion Klimagourmet, verbindet in Limburg die Aktion Faire Trade mit der Grabenstraße-Veranstaltungsreihe. Wenn die Ausstellung endet, starten im Anschluss gleich die fairen Wochen, so der Hinweis von Sandra Köster vom Amt für Wirtschaftsförderung, Stadtmarketing und Touristik. Aufmerksam geworden auf die Ausstellung ist Kathrin Weber, die Energie- und Klimaschutzbeauftragte der Stadt.

Klima und Konsum, das gehört zusammen. Nicht nur wenn’s ums Essen geht, auch bei Kleidung, Heizung, Mobilität. Rund vier Tonnen CO2 werden pro Kopf und Jahr nur durch Konsum erzeugt, klimaverträglich wären maximal zwei Tonnen inklusive Heizung, Strom und Mobilität. Umgerechnet bedeutet dies einen täglichen CO2-Ausstoß von sechs Kilogramm. So viel CO2 verbraucht ein Kleinwagen auf einer Strecke von 43 Kilometern.

Die Ausstellung greift aus dem großen Bereich Konsum die Ernährung heraus, da dort eben auch ein Großteil der CO2-Emissionen entsteht. Die Frage, wie viel CO2-Ausstoß auf einem Teller zusammen kommt, soll nicht den Appetit verderben, sondern dazu anregen, sich mit dem auseinanderzusetzen, was wie auf den Teller und den Magen kommt. Das quer durch Länder und über Ozeane kutschierte Steak weist eine andere CO2-Bilanz auf als regional erzeugtes Fleisch oder Gemüse.

Die Ausstellung will Denkanstöße und Anregungen geben, die Ernährung klimabewusster zu gestalten. Die damit verbundene „Klimadiät“ bedeutet keineswegs den Verzicht auf Genuss, sondern den Verzicht auf überflüssiges CO2. Und an ein wenig Kreativität in der Küche erfreut sich nicht nur der Magen und das Auge, sondern auch die Gesundheit.

Die Ausstellung steht vom 30. August bis 14. September in der Grabenstraße 9 (Zugang über den Hof Konrad-Kurzbold-Straße) zur Verfügung. Sie ist montags bis mittwochs und freitags von 9 bis 16 Uhr geöffnet, donnerstags von 14 bis 19 Uhr und samstags von 10 bis 15 Uhr. Anmeldungen sind nicht erforderlich, weitere Informationen gibt es von Sandra Köster, Amt für Wirtschaftsförderung, Stadtmarketing und Touristik, Telefon (06431) 203331 , E-Mail sandra.koester@stadt.limburg.de und Kathrin Weber, Telefon (06431) 203236, E-Mail kathrin.weber@stadt.limburg.de.

Die ehemalige Kaffeerösterei der Gebrüder Fritz und Jakob Fachinger bestand zwischen den Jahren 1904 und 1938, die ihren Kaffee unter dem Namen „Nassovia“ anbot. Von 1957 bis 1970 hatte die EVL dort ihre Werkstatt und Betriebsgebäude.