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Drei Jahre, das ist doch kein Anlass für eine Geburtstagsfeier. Oder doch? Mit der Limburger Ehrenamtsagentur (LEA) verfügt die Stadt über ein außergewöhnliches Angebot für die Region: Ehrenamtliche Helfer werden an Vereine, Institutionen und soziale Einrichtungen vermittelt. Und LEA ist nun drei Jahre alt geworden.

Tanja Stefan, Mitarbeiterin der Stadtverwaltung im LEA-Büro, nimmt Blumen und Geburtstagsglückwunsch von Katharina Neumann, Awo in Diez, entgegen. Im Hintergrund Walter Gläser, Brigitte Neeb und Ursula Hötterges.

Als es die Erstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge in Staffel gab, da war LEA in aller Munde. Was sich in der Anlaufstelle der Einrichtung, in der „Oase“ tat, das war Sache von Ehrenamtlichen und der Ehrenamtsagentur, die Flüchtlinge und Helferinnen und Helfer zusammenführte. Die Erstaufnahmeeinrichtung ist nicht mehr, die von der Stadt betriebene „Oase“ somit auch nicht mehr. „Uns hat es uns schon vorher gegeben, uns gibt es immer noch“, sagt Sigfrid Bochmann, einer der ehrenamtlichen Ansprechpartner von LEA.

Es ist zum Geburtstag vor das Rathaus gekommen, ebenso wie Ursula Hötterges, Brigitte Neeb, Thomas Kuhlisch und Klaus Simon, alle im LEA-Organisationsteam und alle ehrenamtlich aktiv. LEA, das ist aber nicht nur Ehrenamt, das ist ein festes Büro im Rathaus, das sind Tanja Stefan und Sandra Bold, die als Mitarbeiterinnen der Verwaltung dort mit jeweils 15 Stunden unterstützen. „Das ist eine langfristige Investition“, sagt Walter Gläser als büroleitender Beamter des Rathauses, der auf reichliche Dienstzeit in der Oase zurückblicken kann.

Natürlich hat sich mit der Schließung der Erstaufnahmerichtung für Flüchtlinge vieles gewandelt, es ist auch ruhiger geworden. Doch es gibt immer wieder neue Helfer, die sich einbringen wollen und die es zu vermitteln gilt. Das geht nur wenig in Richtung der Flüchtlinge, denn die Helferkreise um sie herum verfügen über ein eigenes, stabiles Netz an Helfern. Trotzdem sind die in der Limburger Ehrenamtsagentur geführten Helferinnen und Helfer gefragt, sagt Tanja Stefan. Oma- und Opa-Dienste leisten sie zum Beispiel, helfen in der Hausaufgabenbetreuung, fahren Senioren zu Ärzten oder zum Einkaufen, statten als Lesepaten den Kindertagesstätten Besuche ab, engagieren sich in der Bewährungshilfe und vieles mehr.

Im Erdgeschoss des neuen Rathauses nutzt LEA ein Fenster, um Helfer für neue Aufgaben zu gewinnen. Helfer in der Gartenarbeit und der Gartenpflege werden gesucht, auch für die Begleitung von Sehbehinderten oder der Beaufsichtigung einer Ausstellung sucht LEA noch Freiwillige. „Wir sind kein zweites Arbeitsamt“, macht Walter Gläser deutlich. Die ehrenamtlichen Helfer sollen keine Beschäftigungsverhältnisse ersetzen.

LEA hat ihre Zentrale zwar im Limburger Rathaus, der Aktionsradius geht jedoch über die Stadtgrenzen hinaus. Deshalb gab es zum dritten Geburtstag auch Blumen von der Arbeiterwohlfahrt in Diez, die Katharina Neumann überreichte. „Ich bin froh über die Anlaufstelle. Die Zusammenarbeit funktioniert über die Landesgrenzen hinweg“, sagt sie. Die Awo habe manchmal Bedarf an ehrenamtlichen Helfern. Eine lohnende Zusammenarbeit habe es im vergangenen Jahr auch im Zusammenhang mit der ersten Ehrenamtsmesse gegeben, berichtet Katharina Neumann. Auf der von der Ehrenamtsagentur veranstalteten Messe habe sich die Awo gut präsentieren können. Und natürlich sei eine erneute Teilnahme an einer Neuauflage der Messe wieder vorgesehen.

Die Malteser kamen zum Gratulieren. Ursula Hötterges (links), Klaus Simon und Thomas Kuhlisch sowie Brigitte Neeb (2.v.rechts) von LEA nehmen die Geburtstagsglückwünsche entgegen.

Im kommenden Jahr, so Ursula Hötterges, wird es wieder eine Ehrenamtsmesse geben. Ende August oder Anfang September soll sie stattfinden, das steht bereits fest. Dann soll für das Ehrenamt wieder geworben und Kontakte untereinander geknüpft werden. Wer Interesse an einer Teilnahme an der Messe hat, kann sich schon mit der Limburger Ehrenamtsagentur per E-Mail an lea@stadt.limburg.de oder per Telefon unter 06431 203445 in Verbindung setzen.

Bis es soweit ist, wird die Agentur noch zahlreiche Helfer vermittelt haben, unter anderem auch an die zahlreichen Sozialverbände. Und es werden noch viele Gespräche mit interessierten geführt werden. Vor dem ersten Einsatz als Helferin oder Helfer steht erst einmal ein direktes Gespräch, darauf liegt Sigfried Bochmann wert. „Wir wollen wissen, wen wir vermitteln und die künftigen Helfer sollen das Aufgabenspektrum kennenlernen“, sagt er. Bisher hat das gut funktioniert. Und Ursula Hötterges ist davon überzeugt, dass es auch weiter gut funktioniert, damit auch einmal runde Geburtstage gefeiert werden können.