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Die Starkregenereignisse der vergangenen Wochen und Monate haben auch in einigen Bereichen des Limburger Stadtgebietes dazu geführt, dass Keller geflutet wurden und unter Wasser standen. Das nutzen offenbar einige Firmen aus, um privaten Hausbesitzern vermeintlich günstige Angebote zu unterbreiten, um künftig solche Missstände zu vermeiden.

Die Limburger Feuerwehr im Einsatz nach einem Starkregeneignis. Überschwemmte Keller gab es einige. Foto: Feuerwehr Limburg

Wenn sich das Wasser über die Hausanschlüsse in die Keller zurückstaut, muss der öffentliche Kanal mehr Wasser durchleiten, als von seinen Abmessungen möglich ist. Wasser staut sich an und sucht sich seinen Weg über die Hausanschlüsse. Durch die jüngsten Starkregenereignisse sind auch Häuser betroffen, deren Keller in der Vergangenheit verschont geblieben sind. Das nutzen nach Angaben des Tiefbauamts der Stadt leider vermeintliche Fachfirmen aus, um privaten Hausbesitzern „günstige“ Angebote zur Vermeidung solcher Missstände zu machen.

Vorzugweise richten sich diese „Notdienste“ an ältere Mitbürger und schüren Angst vor ansonsten erheblichen Bauschäden. Dem Tiefbauamt sind Einzelfälle bekannt, in denen auswärtige Firmen minderwertige Spezialabläufe, Rückstauklappen und ähnliches eingebaut haben und deren Rechnungen ein Vielfaches über dem lagen, was Firmen üblicherweise abrechnen. Oft werden auch noch kostspielige Kamerabefahrungen oder Sanierungen der Hausanschlussleitungen empfohlen.

Die Stadt Limburg warnt daher ausdrücklich vor solchen Firmen und empfiehlt, sich vor Erteilung eines Auftrages möglichst von mehreren ortsansässigen Anbietern ein Angebot erstellen zu lassen. Auch das Tiefbauamt bietet in Fällen akuter Rückstaugefährdung an, die Situation in Augenschein zu nehmen und beratend tätig zu sein; Ansprechpartner sind Herr Manfred Hastrich, Tel. 06431 203-396 und Sabina Schmidt, Tel. 06431 203-448.

Grundsätzlich wird für Kanäle eine Bemessungsgröße angelegt, die sich an einem bestimmten Starkregen orientiert. Die Kanäle sind aber bei den immer häufiger vorkommenden Extremniederschlägen überlastet. Es ist also grundsätzlich nicht auszuschließen, dass sich Regenwasser aus dem Kanal zurückstaut, wenn Ablaufeinrichtungen im Gebäude tiefer liegen als die Straßenoberkante, die als Rückstauebene anzusehen ist.

Daher ist nicht nur in der Limburger Entwässerungssatzung, sondern auch allgemeinverbindlich in der DIN 1986-100 festgesetzt, dass sich jeder Hauseigentümer vor möglichem Rückstau durch Einbau von entsprechenden Rückstauklappen, Hebeanlagen ähnliches selbst zu schützen hat.

Die zurückliegenden Starkregenereignissen sollten jeden Hausbesitzer nochmals dazu anregen, über einen ausreichenden Rückstauschutz nachzudenken, lautet die Empfehlung des Tiefbauamts.