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Die Limburger Innenstadt hat ein neues Hotel. Es ist recht klein und zierlich und verzichtet völlig auf Sterne. Das Angebot als Heimstätte richtet sich an Bienen, Schlupfwespen und andere Insekten.

Die Stadtgärtner Thomas Foitzik (rechts) und Sven Recktenwald stellen das Insektenhotel in der Grünfläche in der Grabenstraße auf.

Das Stadtwappen ziert das neue „Gebäude“ in der Grabenstraße. Der Rahmen aus Holz mit dem überdachten Refugium, das als Hotel dient, haben die Stadtgärtner Sven Recktenwald, Thomas Foitzik und Matthias Beul schnell aufgebaut, kein Hexenwerk. Es ist ein Insektenhotel und es steht auf einem kleinen Fleckchen mitten in den Innenstadt, auf dem es derzeit kräftig blüht. Bienen und Hummeln sind unterwegs, fliegen die Blüten an, ebenso wie eine Vielzahl von kleinen Wildbiene und Schlupfwespenarten, diese sollen nun auch das Hotel bevölkern.

Ein Hotel aus Holz, unbehandelt natürlich, wie Matthias Beul betont, denn Farben und Lasuren sind nichts für die künftigen Bewohner. Das Holz wird mit der Zeit einen natürlichen Wetterschutz bilden, Patina ansetzen. Nur das Dach selbst ist mit einer Pappschicht geschützt und soll noch einen besseren Schutz erhalten. Unter dem Dach sorgen verschieden große Holzbohrungen, sowie Bambus und Schilf für viele Öffnungen, die zur Behausung genutzt werden sollen, erläutert Thomas Foitzik. Die künftigen Bewohner, hauptsächlich sollen es Wildbienen und Schlupfwespen sein, soll das Hotel ganzjährig dienen und vor allem ein Überwintern sichern. Im Winter verschließen die Insekten ihre Behausung mit Lehm und Harz.

Mit dem Insektenhotel wollen die Stadtgärtner die ökologische Vielfalt, die sich in einer neuen Art der Bepflanzung zeigt, unterstützen und fördern. Die Wildbienen und anderen Insekten sind wichtige Bestäuber der Pflanzen oder helfen, wie die Schlupfwespen, bei der Schädlingsbekämpfung. Gerade die kleineren Schlupfwespenarten sind, so der Hinweis von Beul, wichtige Gegenspieler von Raupen und Blattläusen.

Die Echinacea (Sonnenhut) in der Grabenstraße ist eine bekannte Heilpflanze - und Lebensort.

In den ausgeräumten Landschaften und den versiegelten Flächen finden Wildbienen, Schlupfwespen und andere Insekten immer weniger Möglichkeiten, ihre Brutröhren anzulegen, ihnen geht somit immer mehr Lebensraum verloren. Mit dem Insektenhotel in der Grabenstraße wollen die Stadtgärtner neuen Lebensraum schaffen. Dazu gehören auch die neuen beziehungsweise umgestalteten Pflanzbeete, in denen verschiedene Stauden und unterschiedliche Blumen sowie Kräuter wachsen.