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Die Brücke über die Lahn zwischen Dietkirchen und Eschhofen steht Fußgängern und Radfahrern seit Samstagnachmittag wieder zur Verfügung. Die Sanierungsarbeiten sind damit deutlich zügiger verlaufen, als zunächst angedacht. Ende August war dabei angepeilt.

Freuen sich, dass die Brücke zwischen Dietkirchen und Eschhofen wieder zur Verfügung steht: Die Ortsvorsteher Markus Wirth (3.v.l.) und Daniel Stenger (5.v.l.), dazwischen Bürgermeister Dr. Marius Hahn und weitere Mandatsträger.

Die frühzeitige Wiedereröffnung führte Bürgermeister Dr. Marius Hahn, die Ortsvorsteher von Dietkirchen, Markus Wirth, und Eschhofen, Daniel Stenger, sowie weitere Mandatsträger auf der Brücke zusammen. Mit Kaffee und Kuchen warteten sie auf und angestoßen auf das gute Gelingen und die kurze Bauzeit wurde natürlich auch. "Jetzt muss zur Kirmes nach Eschhofen keiner mehr zu Kalteiersmolly schwimmen, die Brücke ist wieder zu seiner Bestimmung übergeben", begleitete Bürgermeister Hahn mit Worten den formlosen Akt der Wiedereröffnung.

Die beiden Ortsvorsteher stellten übereinstimmend fest: "Die Wiedervereinigung von Dietkirchen und Eschhofen konnte nach sechs Wochen gefeiert werden, bei manchem dauerte es 40 Jahre." Natürlich steht mit der Brücke nicht nur wieder eine kurze Verbindung zwischen den beiden Stadtteilen zur Verfügung, auch die Radfahrer auf den Fernradwegen ersparen sich Umwege.

„Das läuft ja super“, hatte der Erste Stadtrat Michael Stanke schon vor der Eröffnung allen Beteiligten viel Lob gezollt. Als die Stadt mit ihrem Vorhaben an die Öffentlichkeit getreten war, die Brücke zwischen Juni und Ende August zu sanieren (und damit für den Verkehr zu sperren), kam reichlich Unmut und Schelte im Rathaus an. „Es war die richtige Entscheidung, die Arbeiten in einem Zug und zum vorgesehenen Zeitpunkt laufen zu lassen“, sagt Stanke mit Blick auf die frühzeitige Wiedereröffnung.

Zu denen, die dafür sorgten, dass es so flott ging, gehörten Willem Mallinckrodt und Lucien Dulleman, zwei Spezialisten aus Holland. Sie  verlegten die Planken, auf denen sich Fußgänger und Radler fortbewegen. Bisher verbauten Mallinckrodt und Dulleman diese Planken in einem dunklen Ton. Zwischen Dietkirchen und Eschhofen gibt es jedoch einen hellen Ton, damit sich die Planken nach Angaben von Martin Uphues, Leiter des Tiefbauamts der Stadt, nicht zu sehr aufheizen. Die Planken bestehen aus glasfaserverstärktem Kunststoff, sind unverrottbar und dennoch zu 100 Prozent recycelbar, versichert Uphues. Ihre Oberfläche besteht aus Sand in Epoxidharz. Damit ist eine Rauigkeit gewährt, die einen sicheren Weg über die Brücke ermöglicht.

Kaum sichtbar für das bloße Auge ist nun ein Quergefälle, mit dem die Oberfläche ausgestattet ist und das den reibungslosen Ablauf des Regenwassers garantieren soll. Das Wasser wird dabei auf einer Seite gesammelt und fließt dann kontrolliert ab. Unter den glasfaserverstärkten Kunststoffplanken bleibt der Aufbau wie gehabt, dort versehen weiterhin Träger aus Holz, in Längsrichtung verlegt, ihren Dienst. Es sind jedoch neue Träger, die alten zeigen zum Teil erhebliche Schäden durch Fäulnis und Verrottung.

Ob Fußgänger oder Radfahrer, die Kurt-van-der-Burg-Brücke über die Lahn steht wieder zur Verfügung.

Ulrich Belzer hatte mit seiner Firma den Auftrag für die komplette Sanierung erhalten und sich um die Brüstung und Trägerkonstruktion gekümmert. „Es waren viele Abstimmungen mit beteiligten Behörden notwendig“, machte er deutlich. Und es gab klare Auflagen. Bevor mit den Arbeiten an dem Bauwerk begonnen werden konnte, musste es zunächst einmal gereinigt werden. Das dabei anfallende Schmutzwasser durfte natürlich nicht über die Lahn entsorgt werden, sondern wurde aufgefangen, gesammelt und über die Kanalisation entsorgt. Auch von der neu aufzutragenden Farbe durfte nichts heruntertropfen. Deshalb wurden die Arbeiten in einer Art Trog vorgenommen.

Seit 1989 verbindet die Brücke die beiden Lahnufer. Nach dem Tod des langjährigen Dietkirchener Ortsvorstehers und Stadtverordnetenvorstehers Kurt van der Burg wurde die Brücke nach ihm benannt. Eine Plakette in der Mitte des Bauwerks erinnert an den Namensgeber der Brücke. Die Plakette hat Ulrich Belzer gleich mit gereinigt, obwohl es nicht Bestandteil seines Auftrags war. Aber Kurt van der Burg war sein Lehrer.

Die Kosten bleiben im gesetzten Rahmen von rund 240.000 Euro.