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Die Elemente im Sandkasten sind reichlich verschoben worden, elfeinhalb Vorschläge aus dem Sandboxverfahren für eine Neugestaltung des Limburger Neumarktes sind dokumentiert. Um sie vorzustellen und anschließend zu diskutieren hatte die Stadt zusammen mit der Nassauischen Heimstätte Projektstadt in die Clubebene der Stadthalle eingeladen.

Das Sandbox-Modell des Limburger Neumarkts war während der Vorstellungs- und Diskussionsrunde in der Clubebene der Stadthalle aufgebaut. Es zeigt den Wochenmarkt in der Samstagbelegung mit zahlreichen Marktständen.

Die Bäume und der Brunnen blieben weitgehend unberührt, auch wenn es im Sandboxverfahren am Samstag, 9. Juli, in der Fußgängerzone nahe des Platzes möglich war, sie im Modell zu entfernen. Für Dr. Jürgen Schmitt, Projektleiter der NH Projektstadt, ist das ein klares Signal. Was die Bürger dagegen versetzten, um mehr freie Fläche zu erhalten, waren unter anderem die Marktstände. Häufig genannte Wünsche für den Neumarkt waren nach Angaben von Schmidt: Der Erhöhung der Aufenthaltsqualität auf dem Platz durch eine entsprechende Möblierung, Schaffung von Spielmöglichkeiten, Ausbau des Elementes Wasser bei Beibehaltung des derzeitigen Brunnens, zusätzliche Grünstruktur, ein Pavillon, der kleinere Veranstaltungen ermöglicht und natürlich eine durchgängige Barrierefreiheit.

Bürgermeister Dr. Marius Hahn bewertet das Sandboxverfahren, Bürger und Passanten waren dabei eingeladen, an einem Modell im Maßstab 1:50 den Neumarkt nach ihren Vorstellungen zu gestalten, wobei der Samstagszustand des Platzes mit einem komplett aufgebauten Wochenmarkt die Ausgangsposition war, als „lehrreich“. Die Vorschläge sollen bei der weiteren Diskussion um die Neugestaltung von „Limburgs gut Stubb“ auf jeden Fall berücksichtigt werden.

„Am Ende des Diskussionsprozesses wird es eine Entscheidung durch die Stadtverordnetenversammlung geben müssen“, machte Hahn deutlich. Dabei werden es Planer, Verwaltung und Stadtpolitik nicht allen recht machen können. Den Diskussionsprozess noch einmal zu öffnen und Bürger direkt einzubinden, hält nicht nur Hahn für den richtigen Weg, es habe dazu auch positive Rückmeldungen aus dem Ministerium in Wiesbaden gegeben.

Allerdings gibt es durchaus Vorgaben für die künftige Gestaltung. Der Platz soll keine Möglichkeit zum Parken bieten, die bestehenden Bäume gilt es zu erhalten und auch der Wochenmarkt ist gesetzt. Nach Angaben von Jürgen Schmitt zeigt die Ideensammlung mit der Sandbox allerdings ganz deutlich, dass Kurzzeitparkplätze am Ärztehaus ganz oben auf der Wunschliste stehen und sich fast in jeder Gestaltungsvariante finden (die Dokumentation der einzelnen Gestaltungsvorschläge finden Sie über unseren Link am Ende des Textes).

In der Diskussion nach der Vorstellung ging es jedoch recht wenig um die Vorschläge, die am Samstag gemacht worden waren. Vielmehr drehte sich viel um die alte Frage, ob der Neumarkt parkfrei werden soll und inwieweit dies zu einem Umsatzrückgang in den Geschäften und der Gastronomie führt. Ein anderer Teil der Beiträge widmete sich den Aspekten, ob der Neumarkt mit einer Tiefgarage versehen werden soll, ob die Innenstadt über ausreichend Parkplätze verfügt, die laufende dreimonatige Testphase eines parkfreien Platzes sinnvoll ist und ob die Vorgaben zur Gestaltung des Platzes einem Denkverbot gleichkommen.

Nach Einschätzung von Bürgermeister Hahn wird es im weiteren Diskussionsprozess auf jeden Fall notwendig werden, in Gesprächen mit den Marktbeschickern auszuloten, wie viel Spielraum für Standplatzveränderungen es bei ihnen gibt. Zwar gilt der Wochenmarkt als gesetzt, doch unter den Anwesenden gab es deutliche Bedenken, die künftige Gestaltung einem einzigen Wochentag (der Samstagbelegung) unterzuordnen.

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