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Pralles Leben auf dem Limburger Neumarkt, das ist immer der Fall, wenn der Platz mit den Ständen der Marktbeschicker gefüllt ist. Nicht weit davon entfernt galt es am Samstag, 9. Juli, die Zukunft des Marktes zu entwerfen. In einer Sandbox durften Passanten den Neumarkt so gestalten, wie sie ihn gerne hätten.

Bürgermeister Dr. Marius Hahn (rechts) hat schon mal etwas mehr Platz geschaffen auf dem Modell des Limburger Neumarkts, damit Bürger und Passanten ihre Vorstellung von der künftigen Neumarkt-Gestaltung umsetzen können.

„Sand und Wasser sind ganz wichtig“, machte Petra Trampe aus Seck im Westerwald deutlich. Sie war die erste, die das Angebot der Stadt und der Nassauischen Heimstätte (NH) Projektstadt annahm, am Samstagmorgen in der Limburger Fußgängerzone ihren Neumarkt zu gestalten. In der Bahnhofstraße wartete die NH Projektstadt mit einer Art Sandbox auf, in der der Markt in einem Modell dargestellt wurde. Die Ausstattung des Platzes mit Ständen, Tischen, Bänken, Brunnen, Laternen und mehr konnte dabei beliebig verändert werden. In der Bahnhofstraße am Übergang zum Neumarkt dokumentierte das Stadtplanungsamt die lange Diskussion um die Gestaltung des Neumarkts mit zahlreichen Plänen und Skizzen.

Die Diskussion um die Gestaltung des Platzes hat auch in der Familie Hahn eine lange Tradition, wie Bürgermeister Dr. Marius Hahn zum Start der Ideenbörse verdeutlichte. Als Stadtrat hatte Vater Erich Hahn zusammen mit Bürgermeister Josef Kohlmaier für eine Tiefgarage unter dem Markt geworben. Vergebens.

Jürgen Linke aus Eschhofen zeigt an, was sich nach seiner Einschätzung auf dem Neumarkt ändern muss. Die am Samstag mit der Sandbox gesammelten Ideen und Vorschläge werden am Donnerstag, 14. Juli, in der Stadthalle vorgestellt.

Seit mehr als 40 Jahren wird immer wieder neu über die Gestaltung des zentralen Platzes in der Mitte der Stadt diskutiert. Dabei geht es darum, inwieweit der Platz Autos zur Verfügung steht, wie er als Veranstaltungsraum genutzt wird, was er an Aufenthaltsqualität bietet. Derzeit befindet sich der Platz in einer Art Testphase, denn er kann auf eine Dauer von drei Monaten nicht zum Parken genutzt werden.

„Lassen Sie Ihren Ideen freien Lauf“, forderte Bürgermeister Hahn auf. „Wir haben auch Autos dabei“, machte Dr. Jürgen Schmitt von der NH Projektstadt deutlich. Eingefunden an der Sandbox hatten sich auch der Erste Stadtrat Michael Stanke und Stadtverordnetenvorsteher Michael Köberle sowie weitere Vertreter der Stadtpolitik.

Petra Trampe hat klare Ideen, was der Neumarkt in Zukunft bieten muss. Rechts (im weißen Hemd) Dr. Jürgen Schmitt von NH Projektstadt.

„Wohlfühlen ist wichtig auf dem Platz“, brach Petra Trampe eine Lanze für mehr Möglichkeiten, den Platz zum Innehalten und für Pausen zu nutzen. Jürgen Müller hingegen ist mit der derzeitigen Neumarktgestaltung zufrieden und warnt davor, die Parkplätze zu beseitigen. Albert Linke aus Eschhofen ergriff in der Sandbox die Möglichkeit, den Platz mit einem größeren Veranstaltungszelt auszustatten und hatte noch einige andere Ideen. Oder Jochem Holzhäuser vom CityRing äußerte die Idee, die Marktstände aus der Mitte herauszunehmen und am Rand zu platzieren, um mehr freie Fläche zu erhalten.

Was in den vier Stunden am Samstag alles an Vorschlägen von Bürgern und Passanten zur einer möglichen Gestaltung des Neumarkts eingebracht wurde, soll am Donnerstag, 14. Juli, in der Clubebene der Stadthalle vorgestellt und diskutiert werden. Die einzelnen Gestaltungsideen wurden dazu schriftlich und fotografisch dokumentiert.