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Wie viele Bäume am Rand des Limburger Schafsbergs fallen müssen, ist noch nicht klar. „20 plus“, schätzt Revierförsterin Nadine Ströbele. Es sind vor allem Eichen, rund 140, 150 Jahre alt. Ihre Standfestigkeit ist durch den vielen Regen in den vergangenen Wochen nicht mehr gewährleistet und durch die Größe stellen die Bäume eine Gefahr für die in der Nähe befindlichen Häuser in der Beethovenstraße dar. Eine große Eiche war schon auf ein Privatgrundstück gefallen.

Die Eichen liegen auf dem Boden und stellen für die Wohnhäuser keine Gefahr mehr dar.

Mit den Arbeiten, die am Montag begannen und die nächsten Tage noch andauern werden, hat die Stadt ein privates Forstunternehmen beauftragt, das nicht nur mit Motorsägen, sondern auch mit Hubsteiger und Unimog, der mit einer Seilwinde ausgestattet ist, anrückt. Mit Hilfe eines Stahlseils und Umlenkrolle wird das Fallen der Bäume „gelenkt“.

„Zwei bis drei Bäume pro Woche sind auf dem Schafsberg gefallen“, sagt die Revierförsterin über die Entwicklung in den vergangenen Wochen. Der aufgeweichte Boden bietet keine Standfestigkeit mehr, hinzu kommt die Lage im Hang und die Gefahr, dass die Bäume am Rand durch weiter oben im Hang umstürzende Bäume zum Fallen gebracht werden. Und wenn sie dann kippen, sind die angrenzenden Wohnhäuser gefährdet.

„Hier ist Gefahr im Verzug“, macht Michael Kampmann vom Forstamt in Weilmünster deutlich. Gefahr durch Bäume ist nicht nur ein Thema in Limburg, sondern an verschiedenen Stellen im Forstamt. Die Fachleute vom Forst gehen davon aus, dass sich der Bereich, in dem die Bäume am Schafsberg gefällt werden, weiterhin grün bleibt. „Es ist schon sehr viel Naturverjüngung vorhanden“, sagt Nadine Ströbele. Nicht nur Eichen, auch Ahorn und Hainbuche sprießen. Und gegebenenfalls soll es durch einzelne Pflanzungen noch Ergänzungen geben.

Eine Gefahr stellen Bäume, die nicht mehr über die notwendige Standfestigkeit verfügen, auch dort dar, wo viele Menschen unterwegs sind. Nach Angaben von Matthias Beul, Leiter der Limburger Stadtgärtnerei, musste sich sein Team um einen umgestürzten Baum im Parkbad kümmern und wird auch eine Weide auf dem Hauptfriedhof entfernen.

Von einem Hubsteiger aus wird der Baum von Ästen befreit und bekommt anschließend das Stahlseil umgehängt, mit dessen Hilfe der Baum "gelenkt" wird.

Was am Waldrand des Schafsbergs auf dem Boden liegt, soll als Wertholz vermarktet werden. Interessenten für Eichenholz sind vorhanden. Die Baumkronen will der Forst als Brennholz anbieten, es muss dann durch Interessenten vor Ort aufgearbeitet werden. Ein Abrutschen des Hangs ist nach Einschätzung der Revierförsterin nicht zu befürchten. Die Wurzeln der gefällten Bäume sorgten weiterhin für Festigkeit, ebenso der noch kleine Bewuchs.

Am Dienstag, 5. Juli, gilt für den Waldrandbereich im Bereich der Beethovenstraße absolutes Halteverbot, damit die Arbeiten fortgesetzt werden können. Hilfreich für die Forstarbeiter wäre es zudem, wenn sich Fußgänger und Radfahrer daran halten würden, die Wege und Pfade in dem Bereich nicht zu benutzen. Absperrband und Hinweise auf die Arbeiten mit entsprechenden Sperrungen wurden zumindest zum Auftakt am Montag vielfältig ignoriert.