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„flüchtig“, das ausgelobte Thema für den Kunstpreis der Stadt Limburg 2016, inspirierte in diesem Jahr 129 Künstlerinnen und Künstler zu einer Bewerbung für den bundesweit etablierten Preis. Die Wahl der Jury fiel auf Saeed Foroghi aus Berlin, der mit seinen bildmächtigen Rauminstallationen überzeugte. Die Preisverleihung und die Ausstellungseröffnung finden am 23. September 2016 um 19 Uhr in den Kunstsammlungen der Stadt Limburg (Historisches Rathaus, Fischmarkt 21, 65549 Limburg a. d. Lahn) statt. Der Kunstpreis wird verliehen vom Magistrat der Kreisstadt Limburg a. d. Lahn, dem Förderkreis Bildende Kunst Limburg e. V. und wird von der Kreissparkasse Limburg unterstützt. 

„Der Kunstpreis 2016 der Stadt Limburg geht an Saeed Foroghi aus Berlin“, informiert Irene Rörig, die Leiterin des Kulturamtes der Stadt Limburg. „Zur diesjährigen Ausschreibung mit dem Thema „flüchtig“ bewarben sich 129 Künstlerinnen und Künstler. Die Jury beeindruckte in diesem Jahr die große Zahl an spannenden Projektideen und die hohe Qualität der sehr unterschiedlichen künstlerischen Positionen“, so Rörig weiter. „Saeed Foroghi bewarb sich mit seinen Arbeiten „we scream for ice cream", „Flagschiffe", „Blechtrommel" und „border one centimeter", die er zu einer bildmächtigen Rauminstallation für die Präsentation in den Limburger Kunstsammlungen zusammen führt“, ergänzt die Leiterin des Kulturamtes. „Ein spannendes Projekt, das vom 23. September bis 13. November zu einem Besucher der Kunstsammlungen der Stadt Limburg einlädt und eine spannenden Kunstdialog verspricht“, schließt Rörig.

In der Begründung der Jury heißt es

„Foroghi's Arbeiten beschäftigen sich mit dem Thema Nationalität und Identität - sie sind spielerisch und ernsthaft zugleich. Sie sind ironisch, vieldeutig und hintersinnig, dabei keinesfalls plakativ aber politisch demonstrativ.

Saeed Foroghi sieht seine Arbeiten gegen das Denken in Nationalitäten gerichtet, er blickt mit ernstem Sarkasmus auf seine Herkunft aus dem Iran und in die deutsche Kultur.

Spielkarten wie der Herzbube verfremdet mit Waffe und Helm sind parallel zu einem Selbstporträt in herrschaftlicher Pose zu sehen. Saeed Foroghi stellt seine Kunst wie in einem Atelier zur Schau, er gibt Einblicke in zwei Welten, die zu einer, seiner Welt werden.

Der Blick vor und hinter die eigene Fluchtexistenz erzeugt eine Bandbreite, die über die Grenzen einer Nation hinausgeht und macht die Kunst von Saeed Foroghi besonders und anders.“
Der Preis

Der Kunstpreis der Stadt Limburg wird jährlich bundesweit mit wechselnder Themenstellung ausgeschrieben. Er ist mit 5.000 Euro dotiert und mit einer Ausstellung in den Kunstsammlungen der Stadt Limburg verbunden. Alle Techniken sind zugelassen. Eine Altersbegrenzung besteht nicht. Ziel des Preises ist es, durch das Preisgeld und die Ausstellung Künstlerinnen, Künstlern oder einer Künstlergruppe die Möglichkeit zu geben, eigene, bereits vorhandene oder neue Vorstellungen und Werke mit einer gestellten Thematik zu verbinden, daraus ein individuelles Ausstellungskonzept zu entwickeln und damit an die Öffentlichkeit zu treten.

Die Jury

Seit 1996 beraten der Journalist Johannes Bröckers, der Kunsthistoriker Dr. Gabriel Hefele, André Kramm, Vorsitzender des Förderkreises Bildende Kunst Limburg e. V., Prof. Eckhard Kremers, Künstler sowie Irene Rörig, Leiterin des Kulturamtes der Stadt Limburg einmal jährlich über den Gewinner des Kunstpreises. Auch das jeweilige Thema, unter dem der Kunstpreis steht, wird von der Jury festgelegt. “Wir möchten jungen Künstlerinnen und Künstlern eine Plattform bieten, sich und ihre Kunst einem Publikum zu präsentieren. Dabei ist jung nicht immer gleichzusetzen mit dem Lebensalter, sondern bezeichnet eher die Etablierung im Kunstbetrieb“, so die Jury.