Hilfsnavigation

Sprache
Logo Stadt Limburg an der Lahn

Strom tanken und ... fahren

Am Kreisel in der Weiersteinstraße steht eine von derzeit neun einsatzfähigen Ladesäulen der EVL im Bereich der Stadt Limburg. Stromtanken ist angesagt. Stefan Lassmann, der Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft, tankt sein Hybridfahrzeug dort regelmäßig auf. Die Zahl der Fahrzeuge mit dem Buchtstaben E hinter der Zahlenfolge auf dem Kennzeichen hat sich in der Stadt erhöht. Der neue Dienstwagen des Limburger Bürgermeisters Dr. Marius Hahn ist ebenso mit Hybridtechnik unterwegs wie der Wagen des Ersten Kreisbeigeordneten Helmut Jung. Beide setzen auf die umweltschonende Technik. Im Landkreis hat sich im laufenden Jahr die Zahl der zugelassenen E-Fahrzeuge von 17 auf 55 erhöht, die Zahl der zugelassenen Hybridfahrzeuge ist im gleichen Zeitraum von 6 auf 24 gestiegen.

Hand in Hand für den Umstieg und an einer Leitung für den stetigen Ausbau der Ladeinfrastruktur (v.l.) Erster Kreisbeigeordneter Helmut Jung, Verena Nijssen (Klimaschutzmanagerin des Landkreises) und Kathrin Bieniek (Energie- und Klimaschutzbeauftragte der Stadt Limburg), Bürgermeister Dr. Marius Hahn und Peter Spöhrer (EVL).

„Fahrten in der Stadt sind mit dem neuen Wagen nun ohne Emissionen zurückzulegen“, macht Hahn deutlich. Und auch auf längeren Strecken ist sein Wagen zu nutzen, dann steht ein Benzinmotor zur Verfügung. Auf die gleiche Technik in einer anderen Marke setzt auch Helmut Jung. Im reinen E-Betrieb schafft sein Wagen deutlich über 30 Kilometer, das reicht also durchaus für die Fahrt von seinem Wohnort Laubuseschbach nach Limburg ins Kreishaus. Rund 27 Kilometer sind das auf der kürzesten Route. Getankt wird dann natürlich in Limburg.

Wenn der Umstieg auf eine umweltschonende Antriebsart bei der Neuanschaffung eines Fahrzeugs funktionieren soll, Hybridantrieb oder reiner E-Antrieb als Alternative zur Verbrennungstechnik in den Blick genommen werden sollen, dann muss natürlich auch die Infrastruktur zur Verfügung stehen. Es muss ausreichend Ladepunkte geben, um Strom zu tanken. Aktuell bietet die EVL neun betriebsbereite Ladesäulen in der Stadt an, einen Schnellladepunkt gibt es noch an der Tank- und Rastanlage Limburg-Ost.

Ausbau der Ladestationen

Nach Angaben von Peter Spöhrer (EVL) will der Energieversorger, der die Stadt als Mehrheitseigner hat, bis Ende des Jahres noch vier weitere Ladesäulen in Betrieb nehmen. Im kommenden Jahr sollen dann nochmal acht weitere Säulen an unterschiedlichen Standorten, zum Beispiel in Parkhäusern, hinzukommen. Ab Anfang Januar kommenden Jahres nimmt die EVL zudem am europaweiten Ladesystem von NewMotion (https://newmotion.com/de_DE/produkte/newmotion-ladekarte ) teil. Mit den von der EVL ausgegebenen Ladekarten kann an insgesamt 50.000 Säulen in ganz Europa Strom problemlos getankt werden. Die Tarife sind von Region zu Region unterschiedlich, aber der Zugang zur Säule ist dann so einfach wie beim CarSharing.

Der Energieversorger wird beim weiteren Ausbau der Ladeinfrastruktur auch die Stadtteile in den Blick nehmen. Aber nicht nur die EVL ist beim Ausbau der Ladestationen aktiv, das holländische Unternehmen Fastned wird mit einer überdachten Schnellladestation ins ICE-Gebiet kommen; dort sollen mehrere Fahrzeuge gleichzeitig im 15-Minuten-Takt mit Strom versorgt werden.

weitere Informationen