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Eine Brücke, ein Standort

Am 13. November wird Bürgermeister Dr. Marius Hahn den Entwurf für den neuen Haushalt der Stadt einbringen, anschließend beginnen die Beratungen. Ein Auftrag aus dem laufenden Jahr ist es, eine Entwurfsplanung für eine Fußgänger- und Fahrradbrücke inklusive Kostenaufstellung vorzustellen. Die Planung liegt vor und wurde dem Magistrat in seiner jüngsten Sitzung vorgestellt. Drei Standorte wurden dabei geprüft, eine Variante gilt unter finanziellen, naturschutz- und denkmalschutzrechtlichen Überlegungen als machbar. Allein die Baukosten werden auf 2,5 bis 2,8 Millionen Euro geschätzt.

So sieht die Brücke in einer Vorplanung aus. Sie würde Teile des Campingplatzes überspannen. Foto: Ingenieurbüro Ruffert

Der Standort, der nach der Vorlage der Verwaltung realisierbar ist, befindet sich auf Höhe des Campingplatzes. Die Stahlkonstruktion würde den Campingplatz überspannen. Auf die Nordseite des Platzes käme eine Rampe zwischen den heutigen Rad- und Gehweg sowie der Wiese zum Campingplatz. Die Rampe weist nach der Planung eine Länge von 44 Metern auf. Auf der Südseite wäre die Anbindung der Brücke ebenfalls mit einer Rampe notwendig, die mit einer Länge von 33 Metern deutlich kürzer ausfällt.

Die Länge der Rampen ergibt sich, so das beauftragte Ingenieurbüro Ruffert, durch die Anforderungen an die der Barrierefreiheit. Aufgrund der bestehenden hochwasserschutzrechtlichen Vorschriften muss die Brücke einen Abstand von 4,50 Meter zu dem mittleren Wasserstand der Lahn aufweisen. Die Brücke wird also zu einem weit sichtbaren Bauwerk. Nach der vorgelegten Planung erhält die Brücke einen Pylon auf der Fläche des Campingplatzes. Die Konstruktion aus Stahl wird dann über Seile gehalten. Eine Stahlkonstruktion ist preisgünstiger als eine Konstruktion aus Holz, wie sie zum Beispiel in Dietkirchen steht.

Der Campingplatz ist weiterhin voll nutzbar. Allerdings kann es zu Störungen kommen, wenn sich Nutzer der Brücke nicht entsprechend verhalten. Eine spürbare finanzielle Förderung der Brücke über das Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz wird vom Amt für Verkehrs- und Landschaftsplanung als sehr wahrscheinlich eingestuft, auch wenn zur genauen Höhe nichts gesagt werden kann, da sich die Modalitäten der Förderung gerade ändern.

Von dem beauftragten Ingenieurbüro wurden auch Standorte in Höhe der Anlegestelle für das Fahrgastschiff mit einem Pfeiler auf der Schleuseninsel sowie in Höhe der Straße „Am Huttig“ mit einem Pfeiler auf der Schleuseninsel untersucht. Diese beiden Standorte kommen aufgrund der schwierigen Gründungsverhältnisse für den Pfeiler und die damit verbundenen sehr aufwendigen Zuwegungen zur Baustelle erheblich teurer als die Variante in Höhe des Campingplatzes. Auch werden die Varianten unter naturschutzrechtlicher Sicht als sehr problematisch eingestuft.

Eine weitere Variante, die geprüft werden sollte, befindet sich lahnaufwärts vom Campingplatz. Allerdings befindet sich das Gelände auf der Südseite der Lahn im Eigentum der Bahn. Zudem ist der Bereich zwischen der Bahnstrecke und der Lahn sehr eng. Durch eine Brücke und deren Anbindung würde der dort befindliche Fußweg stark beeinträchtigt werden.

Der Bericht wurde vom Magistrat zur Kenntnis genommen und an die Stadtverordnetenversammlung weitergeleitet. In dem Gremium gab es Bedenken, dass die Überquerung des Campingplatzes durch die Brücke zu Einschränkungen führen wird. Aufgrund der geschätzten Baukosten, Planungskosten und Baunebenkosten sind darin noch nicht mit enthalten, gab es Zweifel hinsichtlich der Finanzierbarkeit.

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