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Erinnerungen an Klaus Panzner

Der bildende Künstler Klaus Panzner – im vergangenen Jahr in Bayern verstorben – hat in Limburg und Umgebung Spuren hinterlassen. Er lebte sowohl in Limburg als auch in Bad Camberg. In dieser Zeit waren seine künstlerischen Wirkungsstätten der Landkreis Limburg-Weilburg und die angrenzenden Regionen mit ihren Dörfern und Städten. Eine Auswahl seines umfangreichen Schaffens wird ab Sonntag, 25. Juni, unter dem Titel „Klaus Panzner, 1943 – 2016: Radierungen, Zeichnungen, Aquarelle“ in den Kunstsammlungen der Stadt Limburg (Historisches Rathaus, Fischmarkt 21) gezeigt.

Klaus Panzner lebte und arbeitete viele Jahre in Limburg. Foto: Reinhard Langschied

Die Ausstellung wird von der Stadt und dem Förderkreis Bildende Kunst Limburg in den Kunstsammlungen in der Zeit vom 25. Juni bis 3. September gezeigt. Eröffnet wird sie am Sonntag, 25. Juni, um 11:30 Uhr von Bürgermeister Dr. Marius Hahn. Die Einführung in das Projekt wird von Irene Rörig, Leiterin des Kulturamtes, gegeben.

Die Ausstellung „Klaus Panzner, 1943 – 2016: Radierungen, Zeichnungen, Aquarelle“ ist eine Hommage an das Lebenswerk von Klaus Panzner, der lange in Limburg und in Bad Camberg lebte. Die Präsentation zeigt seinen Blick auf Limburg und das Umland. Neben Exponaten zu Limburg sind Werke mit Motiven aus der Verbandsgemeinde Diez, der Lahnregion, Taunus und Westerwald zu sehen. Außerdem werden in der Ausstellung Raritäten präsentiert. Klaus Panzner, bekannt für seine aquarellierten Radierungen, hat auch Portraits und abstrakte Kunst gefertigt. Werke aus diesen Schaffensperioden sind in der Ausstellung zu finden.

Irene Rörig, Leiterin des Kulturamtes, dankt allen Freunden und Unterstützern des Projekts, ohne deren Engagement diese umfangreiche Präsentation nicht möglich wäre: „Ich bin ausgesprochen froh und glücklich, dass es uns gelungen ist, diese bemerkenswerte Ausstellung zusammenzustellen. Helga Schieber, Marie Luise Winter, Franz Josef Hamm, Markus Saal, Kirsten Zabel-Leutheuser und Hans-Jürgen Topp tragen mit ihren Leihgaben dazu bei, Panzners Werk einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen und an sein künstlerisches Schaffen zu erinnern“, macht Irene Rörig deutlich. Aber auch dem Förderkreis gelte es Danke zu sagen, denn ohne dessen Unterstützung seien solch umfangreichen Projekte schwer umsetzbar.

Lebensmittelpunkt Limburg

Mit Limburg verband Panzner eine jahrelange Beziehung. Dort lebte und arbeitete er und war über die Grenzen der Stadt hinaus ein bekanntes Gesicht. Nach seinem Studium an der Akademie der bildenden Künstler in Stuttgart kam er 1975 gemeinsam mit seiner Frau Olvido Solar nach Limburg. Die vorbildliche Altstadtsanierung war für sie der Auslöser, weil sie darauf abzielte, dieses Gebiet als Wohn- und Lebensraum zu erhalten.

Gemeinsam sanierten sie das von ihnen gekaufte Haus „Fischmarkt 9“ und gründeten die Galerie „NO“, die Druckwerkstatt „NO Press“ und den Verlag „Edition NO“. Im Jahr 1986 trennte sich das Paar. Panzner blieb zunächst im Raum Limburg bevor er im Süddeutschen, in der Nähe seiner Schwester, seinen Lebensabend verbrachte.

Seit 1970 war Panzner mit seinen Werken in Einzel- und Gruppenausstellungen im In- und Ausland vertreten, von 1989 an war er mit dem Ateliermobil unterwegs, um seine Motive vor Ort festzuhalten. In den Kunstsammlungen der Stadt Limburg waren Werke von ihm vier Mal in Gruppenausstellungen zu sehen: 1998 bei der Präsentation „Kunstschenkungen an unsere Stadt Limburg“, 2004 bei der Ausstellung „Schauplatz Limburg“ und 2010 bei der Ausstellung „Ungewohnte Blicke auf die Limburger Altstadt“. Im Jahr 2015 folgte dann die vierte Gruppenausstellung. Zum 30. Geburtstag des städtischen Ausstellungshauses wurde eine Auswahl seines Schaffens aus der von ihm initiierten „Stiftung Zwoggelfund bei der Kreisstadt Limburg a. d. Lahn“ gezeigt.

Öffnungszeiten

Die Kunstsammlungen der Stadt Limburg sind Montag und Dienstag von 8:30 bis 12 Uhr, Mittwoch von 8:30 bis 14 Uhr, Donnerstag von 8:30 bis 12 und von 14 bis 18 Uhr sowie Freitag/Samstag/Sonntag und an Feiertagen von 11 bis 17 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei. Weitere Informationen unter www.limburg.de

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