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Luftreinhalteplan

Das Hessische Ministerium für Umwelt, Energie, Landwirtschaft und Verbraucherschutz hat den Luftreinhalteplan Limburg aufgestellt, der mit seiner Veröffentlichung am 26. März 2012 in Kraft tritt.

Luftreinhalteplan

Mit den festgelegten Maßnahmen soll die Luftqualität in Limburg hinsichtlich der Stickstoffdioxidbelastung verbessert werden. Die Maßnahmen betreffen insbesondere den Verkehrsbereich, der auch Hauptverursacher der Belastung ist. Dazu gehören die Verbesserung des Verkehrsflusses, der Einsatz emissionsarmer Busse, eine Attraktivitätssteigerung des Öffentlichen Nahverkehrs, der Ausbau und die Attraktivitätssteigerung des Radwegenetzes sowie die Einführung eines Parkleitsystems. Zusammen mit dem Land Rheinland-Pfalz wird eine Prüfung alternativer Streckenführungen für den Lkw-Transitverkehr erfolgen. Mit einer substantiellen Entlastung wird jedoch voraussichtlich erst mit der Fertigstellung der Südumgehung gerechnet werden können, die als langfristige Maßnahme ebenfalls aufgenommen wurde. 

Der Luftreinhalteplan wird zudem auf der Homepage des Hessischen Ministeriums für Umwelt, Energie, Landwirtschaft und Verbraucherschutz unter http://www.hmuelv.hessen.de sowie auf der Homepage des Hessischen Landesamtes für Umwelt und Geologie unter http://www.hlug.de zur Einsichtnahme und zum Herunterladen zur Verfügung gestellt.

Luftmessstationen in Limburg

Im Juni 2015 wurde eine neue Luftmessstation in Limburg aufgestellt. Die Station hat die Aufgabe, die Luftbelastung an der stark befahrenen Straße „Schiede“ detailliert zu erfassen. Hintergrund ist u. a. die hohe Stickstoffdioxid (NO2)-Immissionsbelastung an stark befahrenen Straßen in Limburg.

Seit 2009 wurde die Stickstoffdioxid (NO2)-Immissionsbelastung an stark befahrenen Straßen in Limburg an vier Stellen (zwei an der Schiede und jeweils eine in der Frankfurter und der Diezer Straße) mittels relativ einfacher Probenahmesysteme (Passivsammler) untersucht. Der NO2-Grenzwert für die langfristige Belastung von 40 μg/m3 im Jahresmittel wurde dabei teilweise deutlich überschritten. Daraufhin erstellte das Umweltministerium einen Luftreinhalteplan für Limburg, der im Jahre 2012 veröffentlicht wurde. Die höchsten Überschreitungen des NO2-Grenzwerts wurden für die Schiede, in der Nähe der Stelle wo nun die Luftmessstation aufgebaut wird, dokumentiert. 2014 lag dort der NO2-Jahresmittelwert bei 63 μg/m3 - der höchste NO2-Jahresmittelwert in Hessen.

Mit Hilfe der Luftmessstation können mit der kontinuierlichen Referenzmessmethode noch bessere und zeitlich genauere Informationen über die Stickstoffmonoxid (NO)- und Stickstoffdioxid (NO2)-Belastung ermittelt werden. Die Passivsammler erlauben nur Aussagen über Monatsmittelwerte. Zusätzlich werden auch die Feinstaub (PM10)- und Kohlenmonoxid (CO)-Konzentrationen gemessen, die in dieser Situation ebenfalls eindeutig überwiegend dem Verkehr zuzuordnen sind. Die Station wird die Datengrundlage für die Beurteilung der Luftqualität weiter verbessern und damit einen wichtigen Beitrag für darauf aufbauende Überlegungen und Entscheidungen leisten, z. B. im Rahmen der Luftreinhalteplanung.

Hintergrund
Das HLUG betreibt ein landesweites Luftmessnetz mit derzeit 37 Stationen für die kontinuierliche Messung von Luftschadstoffen. Eine davon ist die bereits seit 1998 laufende Messstation am Limburger Bahnhof, mit Hilfe derer die Konzentrationen bestimmter Luftschadstoffe im städtischen Hintergrund, also in einer Lage, die die allgemeine Immissionsbelastung der Stadt repräsentiert, beobachtet wird. Gemessen an den festgelegten Grenzwerten zum Schutz der menschlichen Gesundheit, ist eine Gefährdung in diesen Lagen in Limburg auszuschließen. Grundsätzlich ist aber davon auszugehen, dass die Belastung in direkter Nähe von lokalen Schadstoffquellen auch höher ist. Insbesondere entlang stark befahrener Hauptverkehrsstraßen, können verkehrsbedingte Emissionen zu lufthygienisch problematischen Situationen führen. Dies gilt besonders dort, wo ein hohes Fahrzeugaufkommen einhergeht mit schlechten oder eingeschränkten Belüftungsmöglichkeiten entlang der Straßenführung (entsprechend einem sogenannten „Straßenschluchtcharakter“).
In diesem Zusammenhang können die durch Limburg führenden Bundesstraßen B8 aber auch die B54 einen erheblichen Beitrag zur Belastung beitragen. Im Bereich der Kernstadt beträgt das tägliche Verkehrsaufkommen auf der Schiede/B8 ca. 27.000 Fahrzeuge bei einem relativ hohen Anteil an schweren Nutzfahrzeugen (ca. 4,5 Prozent). Nach Modellberechnungen können ca. 80 Prozent der Stickstoffoxid (NOx)-Emissionen in Limburg dem Straßenverkehr zugeordnet werden.

Das HLUG veröffentlicht die Ergebnisse der kontinuierlichen Messungen an den Stationen stündlich aktualisiert auf seiner Internet-Seite (http://www.hlug.de/start/luft/luftmesswerte.html) Dies gilt auch für die neu eingerichtete verkehrsbezogene Luftmessstation in der Schiede in Limburg. Eine zusammenfassende Dokumentation und Bewertung der Messungen wird in Form des „Lufthygienischen Jahresberichts“ veröffentlicht. Der Bericht für 2014 wurde kürzlich veröffentlicht (http://www.hlug.de/start/luft/messnetzberichte.html). Der Bericht beinhaltet auch die Ergebnisse für die NO2-Passivsammler, die verkehrsnah in Limburg betrieben werden.

Die vom Umweltministerim (u. a. für Limburg) erarbeiten Luftreinhaltepläne sind ebenso auf der Internet-Seite des HLUG zu finden unter
http://www.hlug.de/start/luft/luftreinhalteplaene/publizierte-luftreinhalteplaene-nach-eu-recht.html

weitere Informationen

Ansprechpartner

Monika Schiebel
Abteilungsleiterin Umweltschutz
Telefon 06431 203-382
Raum 401
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