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Christina Erbertz im Glück – Jugendliteraturpreis für „Drei (fast) perfekte Wochen“

Christina Erbertz
Christina Erbertz im Glück - Jugendliteraturpreis für »Drei (fast) perfekte Wochen«
© privat

„Eine runde Geschichte über Eigen- und Fremdwahrnehmung, die als würdiger Preisträger durchs Ziel läuft.“, so die Jury zum Buch „Drei (fast) perfekte Wochen“ der Preisträgerin des „Hans-im-Glück-Preises der Kreisstadt Limburg a. d. Lahn für JugendliteraturChristina Erbertz. Für den „Hans-im-Glück-Preis 2018“ wurden 40 Bücher oder Manuskripte von Verlagen und Autorinnen und Autoren eingereicht.

Die Preisverleihung mit anschließender Lesung findet am Donnerstag, 26. Oktober 2018 um 11:30 Uhr wird in der WERKStadt Lounge (Bahnhofsplatz 2, 65549 Limburg a. d. Lahn) statt.

Begründung der Jury

„Was ist Wahrheit?
14 Jugendliche, zwei Trainer, ein abgelegenes Ferienheim im Wald und ein myste-riöser Motorradfahrer – das ist die Versuchsanordnung für ein dreiwöchiges Som-merferienabenteuer mit straffem Sportprogramm und täglichen Orientierungsläufen. In filmisch kurzen Schnitten lernt der Leser die Patchwork-Schwestern Janka und Lotti, den pummeligen Lukas, das Pärchen Lena und Jan, den kahl geschorenen schweigsamen Peter und all die anderen kennen. Im Mittelpunkt der Geschichte stehen vier Figuren: die grundeinsame und sich immer in den Vordergrund spielende Rita und der großspurige, alleskommentierende Mini-Macho Marlon, die sich mit den abwechselnden Ich-Erzählern Nele und Nico jeweils das Zimmer teilen.
Die Tage verlaufen in scheinbar geordneten Trainingsbahnen. Kleine Missgeschi-cke wie verlorengegangene Laufschuhe und eine verbotene nächtliche Party sind nur Vorboten einer größeren Katastrophe: Denn während sich die nachdenkliche, hochsportliche Nele und der konfliktscheue, ein wenig phlegmatische Nico schritt-weise näherkommen, läuft zwischen Rita und Marlon einiges schief. Bis zu einem von Nele beobachteten Vorfall im Wald. Doch ist wirklich das passiert, was sie gesehen zu haben glaubt? Die Frage nach der Wahrheit, nach Täter und Opfer steht im Raum. Damit will Nele es keineswegs belassen, doch keiner der Beteiligten will darüber reden.
Christina Erbertz konzipiert und schreibt Fernsehserien und Bücher für Kinder; „Drei (fast) perfekte Wochen“ ist ihr erster Roman für Jugendliche. Dramaturgie, knappe Beschreibungen und treffende Dialoge zeigen ihre Erfahrung mit Drehbüchern. Dazu gehört auch das Legen von falschen Fährten, das Spiel mit subjektiver Wahrnehmung der erzählenden Figuren, die den Leser nie in Sicherheit wiegen. Erzählt wird in kurzen Kapiteln, in auf den Punkt gebrachten Dialogen mit Sinn fürs Wesentliche und psychologisch einfühlsamer Beobachtung zwischenmenschlicher Annäherungen. Und auch der Kunstgriff, die seltenere Sportart Orientierungslauf als Motiv zu wählen, zeigt sich in der Komposition als äußerst stimmig. Eine runde Geschichte über Eigen- und Fremdwahrnehmung, die als würdiger Preisträger durchs Ziel läuft.“

Die Plätze zwei bis fünf

Platz 2
Sunny Fields, Sabine Raml, Manuskript 

Platz 3
Tanz der Tiefseequalle, Stefanie Höfler, Verlagsgruppe BELTZ 

Platz 4
Sieben Komma drei, Astrid Koch, Manuskript 

Platz 5
Viel näher als zu nah, Angela Kirchner, Verlagsgruppe Oetinger

Drei (fast) perfekte Wochen

Drei Wochen Laufcamp! Darauf hat sich Nele schon lange gefreut. Alles scheint perfekt, bis es zu einem Zwischenfall im Wald kommt, der keinen kalt lässt ... 

Nele findet im Laufcamp nicht nur eine neue Freundin, Rita, sondern auch ihre erste große Liebe. Während sie und Nico noch ausprobieren, wie weit sie gehen wollen, haben die anderen Jugendlichen der Gruppe eigene Pläne. Marlon spielt den großen Aufreißer und Rita versucht, Nico zu erobern. Das Spiel wird ernst als Rita im Wald von einem Unbekannten zu Boden geworfen und bedrängt wird. Wer war der Angreifer? Rita schweigt, während Nele und Nico versuchen, Klarheit in die Geschichte zu bringen

Christina Erbertz

Christina Erbertz, geboren 1973, studierte Theater-, Film- und Fernsehwissenschaft in Bochum. Sie arbeitete als Drehbuchautorin (Sesamstraße, Beutolomäus, Löwenzahn) und lebt mit ihrer Familie in Berlin. Ihre beiden Kinderbücher. „Freddy und der Wurm“ und "Der Ursuppenprinz" erschienen ebenso wie der Jugendroman "Drei (fast) perfekte Wochen" bei Beltz & Gelberg.

Die Jury

  • Jutta Bummel, Buchhändlerin,
  • Gabriele Fachinger, Bibliothekarin,
  • Jutta Golz, Bibliothekarin,
  • Dr. Stefan Hauck, Fachredakteur beim Börsenblatt für den Deutschen Buchhandel
  • Ralf Schweikart, M. A., Redakteur und freier Journalist.

weitere Informationen

Ansprechpartner

Irene Rörig
Amtsleiterin Kulturamt
Telefon 06431 203-915
Kontaktformular

Tanja Schnatz
Telefon 06431 203-912
Fax 06431 203-918
Kontaktformular

Ute Müller
Telefon 06431 203-913
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